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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Etablierung eines Meningitis-Modells für das Meerschweinchen nach Cochlea Implantation

Meeting Abstract

  • corresponding author Katharina Niedermeier - Klinikum rechts der Isar/HNO, München, Deutschland
  • Claudius Fauser - Praxis, Regensburg, Deutschland
  • Thomas Stark - Klinikum rechts der Isar, München, Deutschland
  • Susanne Braun - J. W. Goethe-Universität, Frankfurt, Deutschland
  • Andrea Lohner - Klinikum rechts der Isar, München, Deutschland
  • Uwe Koedel - Klinikum Großhadern, München, Deutschland
  • Sven Hammerschmidt - Ernst Moritz Arndt-Universität, Greifswald, Deutschland
  • Reinhard K. Straubinger - Institut für Infektionsmedizin und Zoonosen der Tierärztlichen Fakultät, München, Deutschland
  • Jan Kiefer - Praxis, Regensburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod390

DOI: 10.3205/10hnod390, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod3909

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Niedermeier et al.
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Gliederung

Text

Eine seltene, aber gefürchtete Komplikation bei der Cochlea Implant-Versorgung ist das Auftreten einer Meningitis im Rahmen einer akuten Mittelohrentzündung.

Ziel der Studie ist die Etablierung eines Meningitis-Modells für das Meerschweinchen nach Einsetzen eines Cochlea-Implantats. Als Infektionserreger wurde Streptococcus pneumoniae D39 strain 2 (NCTC 7466), ein häufiger humanpathogener Meningitis-Erreger, gewählt. Als Versuchstiere wurden pigmentierte BFA-Meerschweinchen beiderlei Geschlechts verwendet. Nach intrachochleärer Applikation eines Silikonstiftes (© MED-EL) erfolgte eine 5-wöchige Heilungsphase und anschließend eine Infektion der Tiere mit Keimkonzentrationen zwischen 1x109 und 1x104 CFU/ml über das Mittelohr (10 µl Keimsuspension). Die Entstehung einer Meningitis wurde anhand klinischer Symptome, sowie Liquoruntersuchung und histologischer Aufarbeitung von Gehirn und Cochleae dokumentiert.

Bei einer Keimkonzentration von 1x109 CFU/ml (n=3) entwickelten alle infizierten Tiere eine Meningitis, während bei einer Konzentration von 1x104 CFU/ml (n=6) keine Meningitiden auftraten. Bei 1x107 CFU/ml (n=10) zeigten 50% der Tiere klinisch, sowie histologisch Zeichen einer Meningitis.

Das hier vorgestellte Meningitis-Modell am Meerschweinchen soll zur Untersuchung neu-entwickleter Cochleaimplant-Elektroden im Hinblick auf ihr Risikoprofil dienen.

Unterstützt durch: MED-EL