gms | German Medical Science

81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Charakterisierung von aus dem Corti’schen Organ isolierten Stammzellen

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Hubert Löwenheim - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen, Deutschland
  • Jörg Waldhaus - Univ.-HNO Klinik, Tübingen, Deutschland
  • Marcus Müller - Univ.-HNO Klinik, Tübingen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod366

DOI: 10.3205/10hnod366, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod3660

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Löwenheim et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Das fehlende Regenerationsvermögen des adulten Corti’schen Organs ist eine der Hauptursachen für chronische Innenohrschwerhörigkeit. Die Zellen des adulten auditorischen Sinnesepithels sind mitotisch inaktiv, d.h. seneszent und damit nicht zur Regeneration befähigt. Die Möglichkeit zur Isolation von Stammzellen aus dem Corti’schen Organ weist jedoch auf ein endogenes Regenerationspotential hin.

Methoden: Um das endogene Regenerationspotential auf molekularer Ebene zu verstehen, wurde das Expressionsprofil für fünf Pluripotenzfaktoren (Sox2, Oct4, Nanog, c-Myc, Klf4) und vier Haar- und Stützzellmarker an drei Entwicklungszeitpunkte (E13.5, P4 und P21) bei der Maus mittels quantitativer RT-PCR erstellt. Darüber hinaus wurden otische Stammzellen aus dem Corti’schen Organ, sowie embryonale und neuronale Stammzellen vergleichend analysiert.

Ergebnisse: Während der Entwicklung zeigt sich eine transitorische Hochregulation (P4) für bestimmte Pluripotenzfaktoren (Sox2, Oct4, Klf4 und Nanog), die positiv mit der Kapazität zur Isolation von Stammzellen korreliert. Die Analyse der otische Stammzellen aus dem Corti’schen Organ ergab im Vergleich zu den Entwicklungsstadien eine Dedifferenzierung vom Isolationsstadium (P4) hin zu einem embryonalen Stadium (E13.5). Der Vergleich mit embryonalen und neuronalen Stammzellen ergab ein ähnliches Profil wie für neuronale Stammzellen.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass die aus dem postnatalen Corti’schen Organ isolierten Stammzellen in ihrem Expressionsprofil eine Dedifferenzierung auf das Niveau des noch mitotisch aktiven Vorläuferorgans (E13.5) erfahren. Das Expressionsprofil der Corti’schen Stammzellen ist dem neuronaler Stammzellen ähnlich.