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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Repetitive transkranielle Magnetstimulation zur Tinnitusbehandlung: keine Verbesserung der Effekte durch dopaminerge Rezeptorstimulation

Meeting Abstract

  • corresponding author Tobias Kleinjung - HNO-Klinik der Universität Regensburg, Deutschland
  • Veronika Vielsmeier - HNO-Klinik der Universität Regensburg, Deutschland
  • Elmar Frank - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg, Deutschland
  • Julia Sarah Burger - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg, Deutschland
  • Michael Landgrabe - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg, Deutschland
  • Göran Hajak - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg, Deutschland
  • Jürgen Strutz - HNO-Klinik der Universität Regensburg, Deutschland
  • Berthold Langguth - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod339

DOI: 10.3205/10hnod339, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod3392

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Kleinjung et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) stellt ein Instrument zur fokalen Modulation neuronaler Aktivität dar. Niedrigfrequente rTMS über dem auditorischen Kortex wird erfolgreich zur Reduktion des Tinnitusschweregrades eingesetzt. Allerdings sind die positiven Effekte als moderat zu bezeichnen und weisen eine hohe interindividuelle Streuung auf. Untersuchungen an gesunden Probanden konnten zeigen, dass die Effekte von rTMS im Bereich des Motorcortex durch gleichzeitige Verabreichung dopaminerger Substanzen gesteigert werden konnten. Unsere Untersuchungen sollten zeigen, ob diese Effekte auch auf die rTMS Behandlung des temporalen Cortex bei Tinnituspatienten übertragbar sind.

Methoden: Sechzehn Patienten mit chronischem Tinnitus erhielten vor jeder rTMS Sitzung (10 Tage, 2000 Pulse/d, 1 Hz, 110% Motorschwelle) eine Tablette des Dopaminagonisten Madopar® (100mg L-Dopa), weitere 18 Tinnituspatienten bekamen vor jeder Stimulation 1 Dosis des Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmstoffs Elontril® (150 mg Bupropion) verabreicht. Die Behandlungseffekte wurden über einen 3-monatigen Beobachtungszeitraum mit dem Tinnitusfragebogen erfasst und anschließend mit einer Gruppe von Kontroll-Patienten verglichen, die das gleiche Therapie-Regime ohne vorherige pharmakologische Intervention erhalten hatten.

Ergebnisse: Signifikante positive Behandlungseffekte konnten für die Gesamtgruppe nachgewiesen werden. Es fand sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen. Allerdings waren die Effekte in den beiden Gruppen mit dopaminerger Stimulation eher geringer als in der Kontrollgruppe.

Schlussfolgerung: Eine pharmakologische Intervention mit dopaminerger Rezeptorstimulation führte zu keiner Verbesserung der rTMS-Effekte bei Tinnituspatienten.

Unterstützt durch: Tinnitus Research Initiative