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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Wertigkeit der präoperativen Diagnostik zum Cholesteatomausschluss

Meeting Abstract

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  • corresponding author Constanze Hey - Uniklinik Frankfurt/Main HNO, Frankfurt am Main, Deutschland
  • Martin Mack - Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum, Frankfurt Main, Deutschland
  • Markus Hambek - HNO-Universitätsklinikum, Frankfurt Main, Deutschland
  • Angelika May - HNO-Universitätsklinikum, Frankfurt Main, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod314

DOI: 10.3205/10hnod314, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod3148

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Hey et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Einführung der diffusionsgewichteten Magnetresonanztomographie (DW-MRT) hat in den letzten Jahren erneut die Frage nach der besten präoperativen Diagnostik bei Cholesteatomen aufgeworfen. Da der präoperativen Diagnostik insbesondere in Hinblick auf mögliche Rezidive bei erhaltener oder rekonstruierter hinterer Gehörgangswand ein erhöhter Stellenwert eingeräumt wird, ist die Zuverlässigkeit der Methoden im Vergleich zur alleinigen klinischen Beurteilung entscheidend.

Methoden: Wir haben daher die klinischen, radiologischen und pathologischen Befunde von 14 Patienten mit chronischer Otitis media epitympanlis oder Verdacht auf Rezidivcholesteatom gegenübergestellt. Die Patienten erhielten präoperativ eine CT-Felsenbein und DW-MRT. Es wurden die Ergebnisse der präoperativen otoskopischen Einschätzung, der radiologische Befund (CT/MRT) und die intraoperative Beurteilung, sowie der pathologische Befund gegenübergestellt.

Ergebnisse: Die statistische Auswertung in der Testung nach Friedmann ergab, dass die Diffusions-MRT-Untersuchungen im Regelfall den Befund der klinischen Untersuchung bestätigen. Der intraoperativen Einschätzung konnte eine der histopathologischen Beurteilung gleich hohe Wertigkeit zugemessen werden.

Schlussfolgerung: Die präoperative otoskopische Beurteilung behält nach den Ergebnissen unserer Untersuchung seinen Stellenwert. Verglichen mit der CT hat die DW-MRT eine höhere diagnostische Sicherheit zur Bestätigung bzw. zum Ausschluss eines Cholesteatoms und kann dazu beitragen ungünstige Operationen gerade in der Rezidivsituation zu vermeiden. Die hohe Aussagekraft der intraoperativen Beurteilung sowie der CT zur Analyse der Knochenstrukturen bleibt davon unberührt.