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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Expression der Glycintransporter GlyT1 und GlyT2 in der murinen Cochlea

Meeting Abstract

  • Stefanie Buerbank - HNO-Klinik, Erlangen, Deutschland
  • Holger Schulze - HNO-Klinik, Erlangen, Deutschland
  • Bernhard Schick - HNO-Klinik, Homburg, Deutschland
  • corresponding author Julia Dlugaiczyk - HNO-Klinik, Homburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod262

DOI: 10.3205/10hnod262, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod2626

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Buerbank et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die efferente Innervation der Cochlea moduliert die Aktivität des Hörnerven und trägt somit zu einer verbesserten Signaldetektion im Störschall sowie zur selektiven Aufmerksamkeit für akustische Reize bei. Expressionsmuster und Funktion der von uns erstmals in der Cochlea beschriebenen Glycinrezeptoren (GlyR) sprechen für eine Beteiligung dieser inhibitorischen ligandengesteuerten Chloridkanäle an der efferenten Innervation des Innenohres. Im ZNS wird die Wirkung von Glycin im synaptischen Spalt durch die Glycintransporter GlyT1 und GlyT2 beendet. Ziel des vorliegenden Forschungsprojektes war eine erste Expressionsanalyse von GlyT1 und GlyT2 in der Cochlea der Maus.

Methoden: quantitative reverse-Transkriptase PCR (qRT-PCR), Immunfluoreszenzfärbungen von Kryoschnitten der murinen Cochlea.

Ergebnisse: In der qRT-PCR wurden GlyT1- und GlyT2-Transkripte vor und nach Hörfunktionsbeginn in der murinen Cochlea detektiert. Die entwicklungsabhängige Regulation des Expressionsniveaus von GlyT1- und GlyT2-mRNA entspricht den bekannten Befunden aus dem ZNS. Die Lokalisation von GlyT1- und GlyT2-Protein wurde in Immunfluoreszenzfärbungen an Kryoschnitten der murinen Cochlea bestimmt.

Schlussfolgerung: In der vorliegenden Studie wurden erstmals GlyT in der murinen Cochlea nachgewiesen. Neben den GlyR selbst stellen sie mögliche Zielstrukturen einer pharmakologischen Modulation der glycinergen Signaltransduktion im Innenohr dar. Funktionelle Aspekte cochleärer GlyT werden in zukünftigen Forschungsprojekten weiter analysiert werden.