gms | German Medical Science

81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Cochlear Implantation bei 2 Patienten mit Superfizieller Siderose des ZNS

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Patrick Boeßert - HNO-Abteilung, Mainz, Deutschland
  • Torsten Mewes - HNO-Abteilung, Mainz, Deutschland
  • Wolf Mann - HNO-Abteilung, Mainz, Deutschland
  • Annerose Keilmann - Kommunikationsklinik, Mainz, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod257

DOI: 10.3205/10hnod257, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod2578

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Boeßert et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Die superfizielle Siderose des ZNS ist eine seltene Erkrankung, die in den letzten Jahren auf Grund der zunehmenden Bedeutung der Magnetresonanztomografie häufiger diagnostiziert wird. Patienten mit diesem Krankheitsbild leiden unter zerebellärer Ataxie, Demenz, Myelopathie und Beteiligung vor allem der Hirnnerven VIII und I mit progredienter sensineuraler Schwerhörigkeit und Anosmie.

Die Problematik der Hörverbesserung durch Cochlear Implantate ist in den letzten Jahren kontrovers diskutiert worden.

Anhand der Fälle von zwei Patienten legen wir unsere Ergebnisse zur Cochlear Implantation bei superfizieller Siderose des ZNS dar.

Nach problemloser einseitiger Implantation der CI´s liegen zum Zeitpunkt der Abstracteinreichung die Ergebnisse der ersten klinischen Einstellungsphase des einen Patienten vor. Ausgehend von einer präoperativen Surditas zeigte sich ein Hörverlust für Zahlen von 40 dB und Verständlichkeit für Wörter von 35% bei 65 dB. Die pantonale Schwelle für Schmalbandrauschen lag bei ca. 30 dB.

Die zum jetzigen Zeitpunkt vorhandenen Ergebnisse sind vielversprechend und lassen eine CI-Versorgung bei sensineuraler Schwerhörigkeit bei superfizieller Siderose des ZNS sinnvoll erscheinen.