gms | German Medical Science

81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Otosklerose und Tinnitus – Auswirkung der laserassistierten Stapedotomie auf den präoperativ bestehenden Tinnitus

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Florian Bast - Helios-Klinikum Bad Saarow, Bad Saarow, Deutschland
  • Birgit Mazurek - Universitätsmedizin Berlin Charité Campus Mitte, Tinnituszentrum, Berlin, Deutschland
  • Thomas Schrom - Helios Klinikum Bad Saarow, Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Bad Saarow, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod248

DOI: 10.3205/10hnod248, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod2484

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Bast et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Laut Literatur leider etwa 40–80% der Patientin mit Otosklerose neben eine Schwerhörigkeit auf der betroffenen Seite auch an Tinnitus. Für viele dieser Patienten stellt der Tinnitus eine ebenso starke Belastung wie die Hörminderung dar. Das Hauptziel der chirurgischen Sanierung der Otosklerose ist eine deutliche Verbesserung des Hörvermögens. Als positive Begleiterscheinung wird oft von einem merklichen postoperativen Rückgang des Tinnitus berichtet.

Methoden: Insgesamt konnten retrospektiv 34 von 57 Patienten, die sich im Zeitraum von 2004–2008 einer laserassistierten Stapedotomie unterzogen hatten, in die Studie eingeschlossen werden. Anhand des Tinnitusfragebogens nach Goebel und Hiller wurde der prä- und postoperativ bestehende Tinnitus in kompensiert und dekompensiert unterteilt. Zusätzlich wurden die Subklassen emotionale und kognitive Belastung, Penetranz des Tinnitus und somatische Beschwerden durch den Tinnitus ausgewertet.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Über 90% der befragten Patienten litten präoperativ an einem Tinnitus. Postoperativ verschwand oder reduzierte sich der Tinnitus in über 50% der Fälle. Auch die Gesamtbelastung des Tinnitus sowie die anhand des Tinnitusfragebogens untersuchten Subklassen besserten sich nach erfolgter Stapedotomie merklich.