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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

TPF-Induktionschemotherapie in fortgeschrittenen Kopf-Hals Tumoren – erste Ergebnisse

Meeting Abstract

  • corresponding author Johannes David Schultz - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Deutschland
  • Gregor Bran - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Deutschland
  • Jens Stern-Sträter - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Deutschland
  • Karl Hörmann - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Deutschland
  • Alexander Sauter - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod219

DOI: 10.3205/10hnod219, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod2193

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Schultz et al.
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Gliederung

Text

In Fällen primär nicht resektabler Tumoren der Kopf-Hals-Region wird meist eine primäre Radiochemotherapie bzw. eine chirurgische Option mit nachfolgender Radiochemotherapie bzw. alleiniger Bestrahlungstherapie gewählt. Aktuelle Studien sollen nun die Wertigkeit von Induktionschemotherapien bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Karzinomen klären. In der hier dargestellten Studie sollte der Therapieerfolg der Induktionschemotherapie mit Docetaxel, Carboplatin und 5-FU an primär nicht-resektablen Kopf-Hals-Karzinomen aufgezeigt werden.

Insgesamt wurden im Zeitraum von 20.12.2007 bis 26.11.2008 fünf Patienten mit o.g. Therapieregime behandelt. Die Tumorerkrankung war in die Stadien III und IV einzuteilen,primär irresektabel.

Die Patienten sollten drei Zyklen einer kombinierten Chemotherapie mit 75 mg/qm2 Docetaxel, 70 mg/m2 Carboplatin und 600 mg/m2 5-FU erhalten. Nach dem dritten Zyklus sollte eine Re-Evaluation und Bildgebung zur Kontrolle des Therapieerfolges erfolgen.

Es zeigt sich in unserem Kollektiv eine niedrigere Erfolgsquote als in den Literaturangaben bzgl. RECIST Kriterien. Die Toxizität war vor allem auf hämatologische Nebenwirkungen beschränkt.

Der Einsatz von Docetaxel in progredienten Kopf-Hals-Tumoren eröffnet neue Therapieoptionen in der onkologischen Therapie. Hierdurch könnte es ermöglicht werden zunächst inoperable Tumoren, insbesondere des Oro- und Hypopharynx, in ein operables Stadium zu reduzieren.Eine Reduktion der Tumormasse durch eine Induktionschemotherapie und anschließende Resektion könnte eine deutliche Verbesserung der Überlebensrate ermöglichen.

Aufgrunddesssen werden weitere Beobachtungen, Modifikationen der Chemotherapeutika und größere Kollektive für wegweisende Aussagen erforderlich sein.