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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

EGFR-spezifische T-Zellen im Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereiches

Meeting Abstract

  • corresponding author Patrick J. Schuler - Hillman Cancer Center, Pittsburgh, USA
  • Petra Boeckers - Chirurgische Universitätsklinik, Düsseldorf, Deutschland
  • Rainer Engers - Universitätsklinik für Pathologie, Düsseldorf, Deutschland
  • Christian Arsov - Urologische Universitätsklinik, Düsseldorf, Deutschland
  • Jens Greve - HNO-Universitätsklinik, Essen, Deutschland
  • Stefan Lang - HNO-Universitätsklinik, Essen, Deutschland
  • Theresa Whiteside - Hillman Cancer Center, Pittsburgh, USA
  • Thomas Hoffmann - HNO-Universitätsklinik, Essen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod218

DOI: 10.3205/10hnod218, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod2180

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Schuler et al.
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Gliederung

Text

Die Überexpression des epidermal growth factor receptors (EGFR) korreliert im Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereiches (HNSCC) mit einer schlechten Prognose und einer verminderten Überlebensrate. Die zelluläre Immunantwort auf die Überexpression von EGFR ist bisher nicht ausreichend erforscht.

Die Frequenz von T-Zellen spezifisch fűr EGFR-restriktives humanes Leukozytenantigen (HLA)-A2.1 wurde mit Tetrameranalyse in 18 HLA-A2.1+ HNSCC Patienten und 18 gesunden Kontrollen gemessen. Die Ergebnisse wurden zu der jeweiligen EGFR-Expression, welche immunhistochemisch in entsprechenden Tumorproben bestimmt wurde, korreliert. Die Proliferation und Antitumor-Aktivität der EGFR-spezifischen T-Zellen wurden mit in vitro Stimulation (IVS) durch EGFR-gepulste dendritische Zellen demonstriert.

EGFR-spezifische CD8+ T-Zellen waren in HNSCC Patienten im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe nicht signifikant erhőht. 100% (18/18) der immunhistochemisch untersuchten Tumorproben waren EGFR-positiv. IVS mit EGFR-gepulsten dendritischen Zellen induzierte eine Expansion der EGFR-spezifischen CD8+ T-Zellen in vitro. Diese zeigten eine Reaktivität gegen die EGFR-positive Zelllinie UD-SCC 8 im IFN-gamma enzyme-linked immunospot essay (Elispot).

Zusammenfassend können EGFR-spezifische T-Zellen im peripheren Blut von HNSCC Patienten nachgewiesen werden. Allerdings sind diese zahlenmäβig im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe nicht vermehrt. Interessanterweise reagieren diese T-Zellen auf Stimulation mit EGFR-Epitopen und erkennen EFGR-positive Tumorzellen in vivo. Dies könnte zukűnftige immuntherapeutische Ansätze beeinflussen.