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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Stadiengruppierung und Prognose des glottischen Larynxkarzinoms – eine Longitudinalstudie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Claudia Scherl - HNO-Univ.-Klinik Erlangen, Deutschland
  • Frank Waldfahrer - HNO-Univ.-Klinik Erlangen, Deutschland
  • Johannes Zenk - HNO-Univ.-Klinik Erlangen, Deutschland
  • Heinrich Iro - HNO-Univ.-Klinik Erlangen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod214

DOI: 10.3205/10hnod214, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod2140

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Scherl et al.
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Gliederung

Text

Ziel der Studie war es, die Veränderung der 5-Jahresüberlebensrate der glottischen und supraglottischen Karzinome, die innerhalb der letzten dreieinhalb Jahrzehnte an der HNO-Universitätsklinik Erlangen behandelt wurden, zu evaluieren. Dazu wurde eine retrospektive Longitudinalstudie im Zeitraum von 1970 bis 2005 durchgeführt. Es wurden insgesamt 1727 Patienten mit glottischem Karzinom unterschiedlichen Stadiums behandelt, zumeist mittels Operation und ggf. adjuvanter Radiotherapie. Die Überlebenswahrscheinlichkeit wurde in Abhängigkeit vom Stadium mit dem Kaplan-Meier-Schätzer in 5-Jahresintervallen evaluiert. Hierbei zeigte sich eine Zunahme der Fünfjahresüberlebensrate in den letzen 30 Jahren. Anfang der 70er Jahre betrug die Gesamt-Fünfjahresüberlebensrate nur 86,4%. Die Überlebenswahrscheinlichkeiten verbesserten sich v.a. innerhalb der letzten 20 Jahre. Die höchste Fünfjahresüberlebensrate wies das jüngste Intervall (2000–2005) mit 94,5% auf. Damit war eine Entwicklung zu beobachten, die dem aus den USA gemeldeten Trend zur Abnahme der Prognose des Larynxkarzinoms zuwiderläuft.