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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Ein seltener Fall eines Tonsillentumors: Metastase eines malignen fibrösen Histiozytoms des Herzens

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jens Reden - HNO-Universitätsklinikum Dresden, Deutschland
  • Volker Gudziol - HNO-Universitätsklinikum Dresden, Deutschland
  • Thomas Zahnert - HNO-Universitätsklinikum Dresden, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod204

DOI: 10.3205/10hnod204, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod2042

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Reden et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei malignen Tumoren der Gaumenmandeln handelt es sich bei den überwiegenden Fällen um Plattenepithelkarzinome, deutlich seltener finden sich Lymphome als maligne entartete Raumforderungen in den Tonsillen.

Fallbeschreibung: Bei vorliegendem Fall stellte sich ein 55-jähriger Mann mit unspezifischen Halsbeschwerden vor. Aufgrund der antbiotikaresistenten Beschwerdepersistenz über mehrere Wochen und dem klinischen Aspekt einer einseitig vergrößerten, glasig geschwollenen Tonsille erfolgte die einseitige Tonsillektomie. Histologisch zeigte sich dabei die Metastase eines malignen fibrösen Histiozytoms, welche in sano exzidiert wurde. Ein Tumor des linken Vorhofs dieser Entität war 5 Monate zuvor kardiochirurgisch entfernt und anschließend strahlentherapeutisch behandelt worden.

Eine adjuvante Therapie bezüglich des Oropharynx-Prozesses war nicht erforderlich, im Rahmen der Tumornachsorge zeigte sich bislang klinisch und bildgebend kein Anhalt für ein Rezidiv des ehemaligen Primums bzw. dessen Metastasen.

Fazit: Vorliegender Fall beschreibt erstmalig die Metastasierung eines sehr seltenen Herztumors in den Kopf- Hals- Bereich. Darüber hinaus wird die Bedeutung der genauen Anamnese, der klinischen Untersuchung sowie der Abklärung von unklaren, persistierenden Halsbeschwerden hervorgehoben.