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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Zytokin-Expressionsmuster in Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches

Meeting Abstract

  • corresponding author Christian Mozet - HNO-Universitätsklinik Leipzig, Deutschland
  • Luise Meilke - HNO-Universitätsklinik Leipzig, Deutschland
  • Eva Hellmann - HNO-Universitätsklinik Leipzig, Deutschland
  • Andreas Dietz - HNO-Universitätsklinik Leipzig, Deutschland
  • Pierre Kruber - HNO-Universitätsklinik Leipzig, Deutschland
  • Andreas Boehm - HNO-Universitätsklinik Leipzig, Deutschland
  • Gunnar Wichmann - HNO-Universitätsklinik Leipzig, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod194

DOI: 10.3205/10hnod194, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1947

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Mozet et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Es ist bekannt, dass sich die Proteinexpression in Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches (HNSCC) von gesunder Schleimhaut unterscheidet. Diese Unterschiede könnten HNSCC in Subgruppen unterteilen. Zytokine als Indikatoren von Dysregulationen könnten Schritte der Karzinomentstehung und das Stadium der Erkrankung anzeigen. Folglich sollte es auch möglich sein, HNSCC durch das Muster ihrer Zytokin-Proteinexpression in bestimmte Subgruppen zu unterteilen. Folglich wurde der Zusammenhang zwischen der Zytokinexpression und dem Outcome der Erkrankung analysiert.

Methoden: Nach der schriftlichen informierten Einwilligung wurden Biopsien von HNSCC und gesunder Schleimhaut entnommen und in Trizol® (Invitrogen) asserviert.

Proteinextrakte von 52 Patienten mit Oropharynx-, Hypopharynx- oder Larynxkarzinomen sowie Schleimhautproben wurden entsprechend Herstellerangabe präpariert und Protein- und Zytokingehalt quantifiziert (Roti-Nanoquant® und OptEIA™-Kits, Roth bzw. BD Bioscience). In einem Mustererkennungsmodell wurden der Krankheitsverlauf und besonders das Auftreten von Lymphknotenmetastasen mit den Mustern der Zytokinexpression und der Expression von angiogenen Faktoren korreliert.

Ergebnisse: Die Analyse von Interleukin 6 (IL-6) und IL-8 und die Ergebnisse der partiellen Korrelationsanalyse zeigten stadien- und lokalisationsabhängige Unterschiede in HNSCC. Subgruppen von HNSCC wurden durch ihre Zytokinexpression definiert und über Mustererkennung identifiziert.

Schlussfolgerung: Zytokinmuster, insbesondere die Konzentrationen von IL-6 und IL-8, korrelieren mit der Tumorlokalisation und der Aggressivität der Erkrankung. Dies lässt ihre Brauchbarkeit als Biomarker in HNSCC vermuten. Diese Muster sollten und werden daher an größeren Stichproben untersucht.