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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Schmincke-Tumor des Zungengrundes – ein Fallbeispiel

Meeting Abstract

  • corresponding author Hien Merz - CharitéCentrum Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Berlin, Deutschland
  • Simone Marnitz - CharitéCentrum für Tumormedizin, Klinik für Strahlentherapie CCM/CVK, Berlin, Deutschland
  • Andreas Erbersdobler - CharitéCentrum Institut für Pathologie CCM/CVK, Berlin, Deutschland
  • Önder Göktas - CharitéCentrum Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Berlin, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod189

DOI: 10.3205/10hnod189, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1894

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Merz et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das lymphoepitheliale Karzinom ist das häufigste Karzinom des Nasopharynx. Es macht mindestens 30 % aller Malignome des Nasenrachens aus. Als undifferenziertes Karzinom des Nasopharynx, auch Schmincke-Tumor genannt, zeigt es eine besondere Häufung in der Afrikanischen und Chinesischen Bevölkerung. Die Peakinzidenz liegt zwischen dem 20. und 30. sowie nach dem 60. Lebensjahr. Beim Nasopharynxkarzinom ist die zelluläre Immunität durch eine gestörte T-Zellfunktion deutlich herabgesetzt. Hierbei spielt die Infektion mit dem onkogenem Epstein-Barr-Virus eine Rolle. Die Lokalisation außerhalb des Nasopharynx stellt eine Rarität dar, es liegen lediglich Fallberichte vor.

Fallbericht: Wir berichten über eine 73-jährige Patientin mit einem Zungengrundkarzinom, in dessen Histologie sich ein niedriggradig differenziertes Plattenepithelkarzinom vom Typ eines lymphoepithelialen Karzinoms zeigte. Die Patientin wurde nach Diagnosestellung einer primären Radiotherapie zugeführt.

Schlussfolgerung: Trotz ihres seltenen Auftretens ausserhalb des Nasopharynx muss bei einer Raumforderung im Oropharynx an ein undifferenziertes Karzinom mit lymphozytären Stroma gedacht werden. Insbesondere aufgrund ihrer bekannten frühen Metastasierung, ist die Halslymphknotenschwellung, auch beidseitig, als mögliches Frühsymptom zu erkennen. Die Therapie der Wahl ist eine primäre Strahlentherapie der Primärregion und der Lymphabflusswege. Chemotherapeutika, wie Cisplatin und 5-Fluoruracil können ergänzend eingesetzt werden. Eine Neck-Dissection bei zervikaler Metastasierung verringert die Wahrscheinlichkeit regionärer Rezidive.

Schlüsselwörter: Schmincke-Tumor, Oropharynx, Zungengrund