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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Visualisierung von Tumorsubpopulationen aus HNSCC mit Hilfe von spezifischen magnetischen Nanopartikeln durch einen Magnetic Particle Imaging Scanner

Meeting Abstract

  • corresponding author Antje Lindemann - Uniklinikum Schleswig-Holstein, Experimentelle HNO, Lübeck, Deutschland
  • Ralph Pries - Uniklinikum Schleswig-Holstein, Experimentelle HNO, Lübeck, Deutschland
  • Thorsten M. Buzug - Universität Lübeck, Medizintechnik, Lübeck, Deutschland
  • Barbara Wollenberg - Uniklinikum Schleswig-Holstein, Experimentelle HNO, Lübeck, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod183

DOI: 10.3205/10hnod183, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1835

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Lindemann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Fortschritte in der medizinischen Bildgebung sind entscheidend für die onkologische Diagnostik sowie wissenschaftliche Grundlagenforschung. Durch die Entwicklung eines Magnetic Particle Imaging (MPI)-Kleintierscanners ist es möglich Tumorzellen durch Aufnahme von magnetischen Nanopartikel zu detektieren. Diese Partikel bestehen aus einem Eisenoxidkern mit einer Dextranhülle und sollen so verändert werden, dass sie an spezifische Zellen aus Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen (HNSCC) binden. Die Methode verspricht eine hohe Sensitivität sowie eine hohe räumliche und zeitliche Auflösung.

Methoden: HNSCC Zelllinien wurden für die Experimente verwendet. Dabei wurden der Primärtumor sowie die dazugehörige Metastase kultiviert. Die zytotoxische Wirkung der Nanopartikel auf die Zellen wurde mikroskopisch sowie durchflusszytometrisch durch Färbung mit Propidiumiodid und Annexin studiert. Die Aufnahme der Nanopartikel durch die Zellen wurde mikroskopisch durch FITC-Nanopartikel untersucht. Die Messung der Partikel erfolgte im Magnetic Particle - Spektrometer.

Ergebnisse: Erste Versuche zeigen, dass durch die unspezifische Aufnahme der noch unmaskierten Nanopartikel kein toxischer Einfluss auf die HNSCC-Zelllinien oder Unterschiede im Wachstum besteht. Eine Detektion der von den Zellen aufgenommenen Nanopartikel war im Spektrometer möglich.

Schlussfolgerungen: Weitere Untersuchungen werden zeigen, ob die Nanopartikel im MPI-Scanner messbar, lokalisierbar und verfolgbar sind. Dazu soll das Verhalten der Nanopartikel direkt auf Einzelebene im Versuchstier (Maus) getestet werden. Außerdem sollen die Partikel verändert werden, um die Aufnahme durch die Zellen zu verbessern bzw. durch spezifische Markierung an Tumorsubpopulationen binden.