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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Maligne sinunasale Tumoren

Meeting Abstract

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  • corresponding author Matthias Kühnemund - Universitäts-HNO-Klinik Bonn, Deutschland
  • Thomas Ehrenberg - Universitäts-HNO-Klinik Bonn, Deutschland
  • Friedrich Bootz - Universitäts-HNO-Klinik Bonn, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod177

DOI: 10.3205/10hnod177, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1773

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Kühnemund et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Maligne sinunasale Tumoren sind mit ungefähr 3% aller malignen Kopf-Hals-Malignome als selten einzustufen. Es findet sich jedoch eine große Vielfalt histologischer Tumortypen. Durch ihre enge Nachbarschaft zur Orbita und Rhinobasis und die meist ausgedehnte Tumorgröße bei der Ersdiagnose stellen die Malignome der Nasennebenhöhlen eine therapeutische Herausforderung für den Kopf-Hals-Chirurgen dar.

Methoden: In einer retrospektiven Analyse wurde das Patientenkollektiv der HNO-Universitätsklinik Bonn bezüglich des Auftretens von malignen sinunasalen Tumoren untersucht. Der Zeitraum umfasste 08/03 bis 12/08. Die klinischen, operativen, radiologischen und histopathologischen Daten wurden analysiert.

Ergebnisse: In dem Zeitraum wurden 68 Patienten (38 Männer, 30 Frauen) an einem malignen sinunasalen Tumor behandelt. Das Alter bei Erstdiagnose lag zwischen 11 und 93 Jahren (Mittelwert 62 J.). Es fanden sich 17 unterschiedliche histologische Tumortypen. Nach der TNM-Klassifikation ergab sich in 8 Fällen T1, in je 12 Fällen T2 und T3 und in 11 Fällen T4. Die operative Therapie erfolgte bei 12 Patienten endonasal, bei 14 Patienten über ein midfacial degloving und bei 5 Patienten über einen transfacialen Zugang. Ein interdisziplinäres Vorgehen mit Neurochirurgen war bei 8 Patienten notwendig. Im Verlauf wurde eine Revisionsoperation wegen eines Rezidivs bei 41 Patienten durchgeführt. Zusätzlich erfolgte bei 40 Patienten eine lokale Strahlentherapie, bei 20 Patienten eine Chemotherapie.

Schlussfolgerungen: Die lokale Tumorkontrolle sinunasaler Tumoren ist schwierig und die Behandlung von einer hohen Rezidivraten gekennzeichnet, weswegen häufig ein multimodales Vorgehen notwendig ist.