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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Immunhistologische Untersuchung von sinunasalem undifferenziertem Karzinom (SNUC)

Meeting Abstract

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  • corresponding author Friederike Göke - Uni-Klinik Bonn, Deutschland
  • Lukas Heukamp - Pathologie Uni Bonn, Deutschland
  • Friederich Bootz - HNO-Uniklinik Bonn, Deutschland
  • Reinhard Büttner - Pathologie Uni Bonn, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod155

DOI: 10.3205/10hnod155, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1550

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Göke et al.
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Gliederung

Text

Eine seltene, jedoch sehr aggressive Tumorentität ist das sinunasale undifferenzierte Karzinom. Da diese Tumoren sich durch spät auftretende Erstsymptome und aggressives Wachstumsverhalten auszeichnen, ist die Prognose insgesamt schlecht. Die mikroskopische Morphologie von SNUCs ähnelt der von kleinzelligen Tumoren (zum Beispiel der Lunge und Mamma), so dass wir immunhistologische Färbungen mit Antikörpern durchführten, bei welchen bereits eine positive Färbung für diese Tumoren publiziert ist.Wir haben an Gewebe dieser Tumoren sowie zum Vergleich an Plattenepithelkarzinomen und Adenokarzinomen immunhistochemische Färbungen mit 15 verschiedenen Antikörpern durchgeführt, um die Entität der Gewebe zu verifizieren beziehungsweise bestimmte Proteine nachzuweisen. Unter anderem färbten wir mit stammzellmarkierenden Antikörpern (PDOXL und Bmi-1). Stammzellmarkierende Antikörper reagierten bei SNUCs im Gegensatz zu Plattenepithelkarzinomen und Adenokarzinomen positiv, welches darauf hinweist, dass diese Tumoren zu Stammzelltumoren entdifferenzieren. Dies ist aktuell für kleinzellige Bronchialkarzinome nachgewiesen worden, so dass wir annehmen, dass auch SNUCs eine Subspezies von kleinzelligen Tumoren darstellen, und somit neben einer besonderen Pathogenese im Gegensatz zu anderen NNH-Tumoren unterschiedliche therapeutische Ansätzen eruiert werden müssen da diese Tumoren einen im Vergleich zu differenzierten Tumoren besonderen Stoffwechsel aufweisen und somit gegen viele gängige Tumortherapien resistent sind. Zudem erleichtert die positive Färbung der stammzellmarkierenden Antikörper die Diagnostik von SNUC in Abgrenzung zu Plattenepithel- und Adenokarzinomen der Nasennebenhöhlen.