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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Einfluss der K-Ras-Mutation G12S auf das Radioresistenzverhalten epithelialer Tumorzelllinien

Meeting Abstract

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  • corresponding author Annette Affolter - HNO-Universitätsklinik Mainz, Deutschland
  • Wolf Jürgen Mann - HNO-Universitätsklinik Mainz, Deutschland
  • Jürgen Brieger - HNO-Universitätsklinik Mainz, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod125

DOI: 10.3205/10hnod125, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1250

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Affolter et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Aktivierung der beiden Signaltransduktionswege Raf-MEK-ERK sowie PI3K-Akt wird in Kopf-Hals-Karzinomen häufig beobachtet und ist mit vermindertem Ansprechen auf Bestrahlung assoziiert. Wir haben untersucht, ob das Vorhandensein der K-Ras-Mutation G12S, welche eine konstitutive Aktivierung von ERK und PI3K zur Folge hat, zu erhöhter Radioresistenz der Tumorzellen führt.

Methoden: Als Modellsystem wurden zwei epitheliale Tumorzelllinien verwendet, von denen eine die K-Ras-Mutation G12S enthielt. Unter Einfluss verschiedener Kinaseninhibitoren wurden die Zellen bestrahlt. Mittels Western Blots sowie Colony Forming Assays wurden die Auswirkungen der kombinierten Inhibitor-Bestrahlungsbehandlung auf die Expression von aktiviertem ERK und Akt sowie auf das Überleben bestrahlter Zellen analysiert.

Ergebnisse: Wir konnten ein deutlich geringeres Ansprechen auf die Inhibitoren in der Zelllinie mit mutiertem K-Ras beobachten.

Schlussfolgerungen: Wir vermuten, dass unter Bestrahlung via G12S K-Ras eine Dauerstimulation der beiden Kaskaden Raf-MEK-ERK sowie PI3K-Akt vermittelt wird, welche zur Radioresistenz beiträgt. Sollte der hier beschriebene Mechanismus sich als ein genereller Vorgang in epithelialen Tumoren mit K-Ras-Mutationen herausstellen, könnte der Einsatz spezifischer Inhibitoren zur parallelen Hemmung beider Kaskaden das Ansprechen auf Bestrahlung verbessern.