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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Zeitliche Resistenzentwicklung bei ausgewählten Erregern aus den Jahren 2003/2004 und 2007/2008

Meeting Abstract

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  • corresponding author Marit Sladczyk - HNO-Klinik, Halberstadt, Deutschland
  • Klaus Begall - HNO-Klinik, Halberstadt, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod122

DOI: 10.3205/10hnod122, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1220

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Sladczyk et al.
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Gliederung

Text

Die zunehmende Resistenz gegenüber Antibiotika ist ein weltweit beobachtetes Phänomen und erfordert ein konsequentes Handeln um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Durch die Erhebung von Resistenzdaten aus der Routinediagnostik ist die zeitnahe Erfassung der regionalen Entwicklung möglich.

Zu diesem Zweck wurden 2003/2004 649 Abstriche und 2007/2008 322 Abstriche entnommen. Die Abstrichentnahme erfolgte bei stationär behandelten Patienten der HNO-Klinik Halberstadt vor Beginn der antibiotischen Therapie, wenn der klinische Verdacht auf eine bakterielle Infektion bestand. Hierunter wurden folgende Erkrankungen berücksichtigt: Otitis (312), Sinusitis (196), Tonsillitis bzw. Peritonsillarabszess (277), Stomatitis (30), infiziertes Tracheostoma (59) sowie Haut- und Weichteilinfektionen (97). Die Resistenzen von S. aureus, S. pyogenes, P. mirabilis, P. aeruginosa und E. faecalis wurden für die Jahre 2003/2004 und 2007/2008 ausgewertet.

Bei S. aureus zeigt sich eine Zunahme der Oxacillin-Resistenz von 1,4% auf 5,5%, der Penicillin-Resistenz von 68% auf 76% und der Clindamycin-Resistenz von 3% auf 11%. Für S. pyogenes war die Resistenzhäufigkeit insgesamt rückläufig. Im Gegensatz dazu erhöhte sich die Resistenz von E.faecalis gegenüber Doxycyclin, Gentamycin, Ciprofloxacin und Cotrimoxazol. Ein unverändertes Resistenzniveau konnte bei P. mirabilis nachgewiesen werden. Die Ciprofloxacin-Resistenz von P. aeruginosa betrug 13% bzw. 17% und die Aminoglykosid-Resistenz war unverändert hoch.

Bei insgesamt noch günstiger Resistenzlage spiegelt sich auch in dieser Untersuchung ein Anstieg der Resistenz von S. aureus und E. faecalis wider.