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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Anwendung eines neuartigen Endoskops mit Lasermessfunktion im Bereich der Nasennebenhöhlen

Meeting Abstract

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  • Bartosz Kosmecki - MKG-Klinik – klinische Navigation, Charité, Berlin, Deutschland
  • corresponding author Martin Khan - HNO-Klinik/Charité, Berlin, Deutschland
  • Erwin Keeve - MKG-Klinik – klinische Navigation, Charité, Berlin, Deutschland
  • Heidi Olze - HNO Klinik/Charité, Berlin, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod100

DOI: 10.3205/10hnod100, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1009

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Kosmecki et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Enge Zugänge, Probleme der Instrumentenerkennung und fehlende Informationen über Distanzen in untersuchten Regionen stellen Probleme in der bildgeführten Chirurgie dar. Es wird der Prototyp eines Endoskops mit integrierter Lasermessfunktion untersucht, wodurch auf weitere Zeigeinstrumente verzichtet und Distanzen im Behandlungsgebiet berührungslos bestimmt werden können.

Methoden: Ein passives optisches Navigationssystem und ein Lasermesssystem wurden gefertigt, um die Integration in handelsübliche Endoskope und die kontinuierliche Navigation bei gleichzeitiger Distanzmessung zu ermöglichen. Die Genauigkeit der Distanzmessung wurde mittels Koordinatenmessmaschiene und die Systemgenauigkeit an endonasalen Knochenschrauben eines künstlichen Kopfphantoms bestimmt. Die Ergebnisse wurden mit der Pointernavigation verglichen. Als Referenzierungsmethoden dienten:

a) Knochenschrauben auf der Oberfläche und

b) anatomische Landmarken integriert in einen ICP-Algorithmus.

Ergebnisse: Die Distanzmessgenauigkeit beträgt im Anwendungsbereich von 5 bis 20 mm 0,11 mm (+/-0,13 mm) und bleibt in allen Bereichen und Messreihen konstant. Die Systemgenauigkeit am Phantom beträgt für die Registrierung mit Knochenschrauben 0,58 mm (+/-0,17 mm), ändert sich beim ICP-Algorithmus nicht und erweist sich als gleichwertig gegenüber dem Pointer. Mit dem Laserendoskop wird zugleich eine höhere Messkonstanz erreicht.

Schlussfolgerung: Das Endoskop mit integrierter Lasermessfunktion ist geeignet für die Anwendung im Bereich der Nasenebenhöhlen. Insbesondere die Möglichkeit der berührungslosen Distanzbestimmung bietet zusätzliche Anwendungsoptionen. Weitere Tests insbesondere an Humanpräparaten sind geplant, um die intraoperative Anwendung vorzubereiten.