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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Dislokation eines Salivary bypass tube in das terminale Ileum bei einem Patienten mit pharyngo-ösophagealer Fistel nach Laryngektomie

Meeting Abstract

  • corresponding author Katrin Oertel - HNO Uni-Klinik Jena, Deutschland
  • Sven Koscielny - HNO Uni-Klinik Jena, Deutschland
  • Akram Gharbi - Allgemein- und Viszeralchirurgie Uni Jena, Deutschland
  • Yves Dittmar - Allgemein- und Viszeralchirurgie Uni Jena, Deutschland
  • Orlando Guntinas-Lichius - HNO Uni, Jena, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod054

DOI: 10.3205/10hnod054, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod0546

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Oertel et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei Stenosen oder Fisteln des Hypopharynx oder oberen Ösophagus, z.B. nach Laryngektomie, stellt die Einlage eines Salivary Bypass Tube oder Stent ein erprobtes therapeutisches Verfahren dar. Dieser Stent verfügt über einen proximalen Trichter, mit dem er im Hypopharynx verankert wird. Dies soll Dislokalisationen in den Gastrointestinaltrakt nahezu vermeiden.

Case report: Wir berichten über einen 68-jährigen männlichen laryngektomierten Patienten, bei dem im Rahmen der Deckung einer pharyngo-ösophagealen Fistel mit einem Pectoralis-Lappen ein Salivary bypass tube (Gr. 15, Boston Medical Products) eingebracht wurde. Kontrolluntersuchungen 4 Wochen nach Stenteinlage waren unauffällig. Einen Monat später wurde der Patient aufgrund eines akuten Abdomens in die Allgemeinchirurgie aufgenommen. In der bildgebenden Diagnostik zeigte sich ein in das terminale Ileum dislozierter Stent, der chirurgisch durch eine Medianlaparatomie mit Ileotomie geborgen wurde. Wenig später kam es zu einer Peritonitis mit Dünndarmperforation sodass eine Revisionslaparatomie indiziert war bei der das betroffene Jejunumsegment reseziert und ein doppelläufiges Stoma angelegt wurde. Das Schlucken war jedoch nach wie vor nicht möglich. In einer Kontroll-Ösophaguskopie zeigte sich kein anatomisches Korrelat für die Aphagie. Im Verlauf verschlechterte sich der Allgemeinzustand und der Patient verstarb wenig später.

Schlussfolgerung: Dislokationen von Salivary Bypass Tubes in den unteren Ösophagus sind beschrieben. Wir möchten auf diese ausgesprochen seltene Komplikation einer Dislokation bis in das Ileum hinweisen. Um eine Dislokation sicher zu vermeiden wird von manchen Autoren empfohlen, in den Tube eine Magensonde zu nähen die an der Nase fixiert wird.