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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Behandlung eines endo- und extralaryngealen kavernösen Hämangioms in interdisziplinärer Zusammenarbeit

Meeting Abstract

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  • corresponding author Dorothee Bögner - Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, HNO, Stuttgart, Deutschland
  • Nathalie Fetsch - Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, HNO, Stuttgart, Deutschland
  • Jan-Constantin Kölmel - Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, HNO, Stuttgart, Deutschland
  • Christian Sittel - Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, HNO, Stuttgart, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod010

DOI: 10.3205/10hnod010, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod0100

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Bögner et al.
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Gliederung

Text

Hämangiome sind benigne Raumforderungen, die im Bereich des Larynx äußerst selten auftreten. Sie können abhängig von ihrer Lage und Größe zu Dysphagie, Dysphonie und Dyspnoe führen.

12/2008 stellte sich eine 29-jährige Patientin mit einem endo- sowie extralaryngealen Hämangiom in unserem Hause vor. 1996 war alio loco bereits eine laserchirurgische endolaryngeale Resektion erfolgt, postoperativ hatte sich linksseitig eine narbige Larynxfixierung ausgebildet. Die Patientin klagte über Schluckstörungen und Belastungsdyspnoe sowie Stimmverschlechterung.

Flexibel endoskopisch zeigte sich eine bläulich-livide Raumforderung im Bereich der linken Taschenfalte. In der magnetresonanztomographischen Darstellung fand sich ein großes Hämangiom im Bereich des linken Hypopharynx mit laryngealem Anteil sowie einer Ausdehnung weit nach paratracheal bis in das obere Mediastinum. Initial wurde der Versuch einer minimal-invasiven Therapie mittels perkutaner Alkoholsklerosierung durchgeführt, wonach sich keine wesentliche Größenreduktion ergab. Es erfolgte daraufhin die operative Intervention mit offener Resektion paratracheal links, Hemityreoidektomie links und submuköser Exstirpation des endolaryngealen Anteils via Laryngofissur. Die Patientin wurde 36 Stunden postoperativ elektiv nachbeatmet, es war keine Tracheotomie notwendig. Nach Extubation trat keine Dyspnoe auf.

Bei elektiver Nachbeatmung für 36 Stunden postoperativ war keine Tracheotomie notwendig. Das heutige postoperative Ergebnis ist sowohl funktionell als auch morphologisch zufriedenstellend. Die minimal-invasive Therapie hat im Hinblick auf die Co-Morbidität, Persistenz des Hämangioms sowie die funktionellen Ergebnisse keine Vorteile gezeigt.