gms | German Medical Science

81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Makroskopische Analyse zum Ductus thyreoglossus unter besonderer Berücksichtigung seiner topographischen Beziehung zum Zungenbein

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Andreas Anagiotos - HNO-Klinik, Universitätsklinik Köln, Deutschland
  • Jürgen Koebke - Zentrum Anatomie, Universitätsklinik Köln, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod004

DOI: 10.3205/10hnod004, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod0046

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Anagiotos et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Der Verlauf des Ductus thyreoglossus (DT) und insbesondere seine Beziehung zum Os hyoideum wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Ziel dieser Arbeit war, den Verlauf und die makroskopisch erkennbaren Merkmale des DT besonders im Bereich des Zungenbeins zu untersuchen.

Methoden: Die Untersuchungen wurden an formalinfixierten, mediansagittal geschnittenen Kopfhälftepräparaten vorgenommen. Insgesamt wurden 77 Präparaten herangezogen, von denen 19 (Alter zwischen 42–86 Jahren) einen Lobus pyramidalis der Schilddrüse aufwiesen und deshalb ausführlicher unter der Lupe präpariert wurden.

Ergebnisse: Vom Lobus pyramidalis anfangen wurde der DT nach kranial verfolgt. Bei einem Präparat gelang die Präparation nur bis an den kaudalen Rand des Zungenbeins, da dort der Ductus einen Kontakt mit dem Periost aufgewiesen hat und nicht mehr verfolgbar war. Bei den übrigen Fällen zog der DT vom Unterrand des Zungenbeins durch das Corpus adiposum dorsal des Zungenbeins nach kranial. In fünf Fällen gelang die präparatorische Freilegung des DT bis in das Ligamentum hyoepiglotticum hinein. Bei vier Präparaten fielen zystische Veränderungen auf, wobei die Zysten nicht nur dorsal und kaudal des Zungenbeins, sondern auch ventral und kranial davon im Bereich des Zungengrundes aufgefunden wurden.

Schlussfolgerung: Makroskopisch lassen sich die Reste des DT dorsal des Zungenbeins erkennen. Zystische Veränderungen sind nicht nur dorsal und kaudal des Hyoids, sondern auch ventral und kranial davon im Bereich des Zungengrundes zu finden. Zur Vermeidung von Rezidiven bei der Behandlung von medianen Halszysten- oder Fisteln soll beachtet werden, die Reste des DT auch im Bereich des Zungengrundes zu erkennen und zu entfernen.