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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Spontane Arachnoidalherniationen der Rhinobasis

Meeting Abstract

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  • corresponding author Martina Weber - HNO Klinik Fulda, Fulda
  • Christoph Henke - Universitäts-HNO-Klinik Würzburg, Würzburg
  • Erich Hofmann - Neuroradiologie Fulda, Fulda
  • Konrad Schwager - HNO Klinik Fulda, Fulda

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod627

DOI: 10.3205/09hnod627, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod6279

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Weber et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Spontane Herniationen der Meningen sind selten und treten meist durch eine Liquorrhoe oder Meningitis in Erscheinung.

Methoden: Es wird von acht Patienten berichtet mit Herniationen der Hirnhäute, anamnestisch ohne traumatische Ursache. Die zwischen 7 und 67 Jahre alten Patienten wurden teilweise mehrfach operiert, nachdem sie durch rezidivierende Rhinoliquorrhoe und/oder Meningitis auffielen.

Ergebnisse: Mit radiologischer Bildgebung, intrathekaler Fluoreszeingabe und pathologischen Untersuchungen des entnommenen Materials konnten Arachnoidalhernien in die Keilbeinhöhle diagnostiziert werden. In zwei Fällen war ein persistierender Sternbergkanal zu vermuten.

Schlussfolgerung: Bei fehlender Traumaanamnese muss bei rezidivierender Liquorrhoe und Meningitis von einer Spontanherniation der Hirnhäute ausgegangen werden. Für die genaue Lokalisation ist vor allem die intrathekale Fluoreszeingabe bedeutsam.