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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Klinische Anwendung neuer audiometrischer Diagnoseverfahren

Meeting Abstract

  • corresponding author Sabine Haumann - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Andreas Büchner - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Anke Lesinski-Schiedat - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Thomas Brand - Carl-von-Ossietzky-Universität, Oldenburg
  • Ralf Meyer - Carl-von-Ossietzky-Universität, Oldenburg
  • Thomas Lenarz - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod500

DOI: 10.3205/09hnod500, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5000

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Haumann et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Die etablierten audiometrischen Diagnostikverfahren gehen teilweise auf Entwicklungen von vor über 40 Jahren zurückgehen und bedürfen der Überarbeitung. Neue Tests werden zwar vereinzelt eingesetzt, sind jedoch noch nicht in der klinischen Routine verbreitet.

Methode: In dieser Studie wurden zwei neue audiometrische Messmethoden bei erwachsenen Patienten angewendet und mit den etablierten klinischen Tests verglichen. Mehrere Patientenkollektive wurden abhängig von der Art des Hörverlustes gebildet. Die neuen Tests waren Göttinger Satztest mit stationärem und fluktuierendem Störgeräusch und Kategoriale Lautheitsskalierung. Die Ergebnisse dieser Tests wurden mit denen des Freiburger Sprachverständlichkeitstest, des Langenbeck und SISI-Test verglichen. Der subjektive Hörverlust wurde mit Fragebögen ermittelt. Weiteres Ziel dieser Langzeitstudie ist die Ermittlung von Normwerten.

Ergebnisse: Bis jetzt wurden 82 Datensätze erhoben. Der Gruppendurchschnitt für die Sprachverständlichkeitsschwelle lag im Göttinger Satztest mit stationärem Störgeräusch bei 1,7 dB SNR und mit fluktuierendem Störgeräusch bei 1,0 dB SNR. Die Kategoriale Lautheitsskalierung zeigt ebenso wie der SISI- und Langenbeck-Test Recruitment bei den Innenohrschwerhörigkeiten.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse der Satztests zeigen ähnliche Tendenzen wie die Ergebnisse des Freiburger Sprachverständlichkeitstests. Die Kategoriale Lautheitsskalierung zeigt bei breiteren Einsatzmöglichkeiten eine gute Korrelation zu den etablierten überschwelligen Tests.