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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Die routinemäßige Gaumenbogennaht nach Tonsillektomie zur Reduktion der Nachblutungsquote

Meeting Abstract

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  • corresponding author Götz Senska - Marienhospital Gelsenkirchen, Gelsenkirchen
  • Philipp Dost - Marienhospital Gelsenkirchen, Gelsenkirchen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod486

DOI: 10.3205/09hnod486, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4867

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Senska et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Reduktion des Nachblutungsrisikos bleibt eine zentrale Frage bei der Tonsillektomie. Im Rahmen der Uvulopalatopharyngoplastik werden die Gaumenbögen vernäht und Nachblutungen hatten wir hierbei nie beobachtet. Aus diesem Grund wurde Mitte 2006 in unserer Abteilung die routinemäßige Vernähung der Gaumenbögen nach Tonsillektomie wegen chronischer oder rezidivierender Tonsillitis eingeführt.

Methode: Es wurden retrospektiv zwei historische Kollektive aus den Jahren 2005 (n= 431) und 2007 (n=338) miteinander verglichen. Eingang in die Auswertung fanden alle Patienten, die wegen einer rezidivierenden oder chronischen Tonsillitis elektiv operiert wurden. In beiden Gruppen wurden intraoperative Blutungen vornehmlich durch Umstechungen gestillt.

Ergebnis: Die Quote für operationspflichtige Nachblutungen betrug in 2005 3,7% (KI 0,022 – 0,060) versus 2,1% (KI 0,008 – 0,042) in 2007.

Schlussfolgerungen: Es zeigt sich somit ein deutlicher Trend zu Gunsten der Gaumenbogennaht. Im Vergleich zur internationalen Literatur haben wir nun eine sehr geringe Nachblutungsquote.