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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Vakuum assistierter Verschluss einer zervikalen Speichelfistel

Meeting Abstract

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  • corresponding author Helge Kleinhans - HNO-Abt. Asklepios Klinikum Harburg, Hamburg
  • Carsten Schroen - HNO-Abt. Asklepios Klinikum Harburg, Hamburg
  • Thomas Verse - HNO-Abt. Asklepios Klinikum Harburg, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod473

DOI: 10.3205/09hnod473, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4738

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Kleinhans et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Entwicklung pharyngocutaner Fisteln nach Laryngektomie stellt die häufigste, schwerwiegende postoperative Komplikation dar.

Das Auftreten dieser Komplikation führt nachgewiesener Maßen zu einer erhöhten Morbidität, Verzögerung von adjuvanten Behandlungen. Wir berichten über den erfolgreichen Verschluss einer ausgedehnten zervicalen Speichelfistel, welche nach einem Tumordebulking bei Stomarezidiv (Stadium IIa) eines Larynxkarzinoms am 8. postoperativen Tag entstand.

Methodik: Die ca. 3x1cm messende, parastomale Speichelfistel wurde zunächst einer chirurgischen Wundtoilette unterzogen, in das Fistellumen dann ein Polyvinyl-Alkohol-Schaumstoff-Schwamm (KCI® Medizinprodukte) eingepasst und anschließend an ein Vakuum-Pumpen-System (V.A.C.®, KCI® Medizinprodukte) mit einem kontinuierlichen, negativen Druck von 100mmHg konnektiert. Der Wechsel des Systems erfolgte in 3-tägigen Abständen über einen Zeitraum von 17 Tagen.

Ergebnis: Nach Applikation des Verbandsystems war der Patient sofort in der Lage Flüssigkeiten suffizient zu sich zu nehmen. Die durchschnittliche Speichelmenge im Absaugbehälter betrug in den ersten 3 Tagen 30ml/d, ab dem 4ten Tag 0 ml. Am 10. Tag zeigte sich die Fistel klinisch und im Gastrografinschluck vollständig verschlossen. Der endgültige Hautverschluß war nach 17 Tagen erfolgt.

Schlussfolgerung: Der vakuumassistierte Verschluss einer postoperativen zervikalen Speichelfistel stellt sich im vorliegenden Fall als eine zeitnahe, unkomplizierte und für den Patienten mit einer hohen Lebensqualität versehene Technik dar. Unsere Erfahrung bestätigt das Ergebnis in der internationalen Literatur von bisher zwei erfolgreich verschlossenen pharyngocutanen Speichelfisteln mittels VAC®-Technik.