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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Osteonekrosen des Kiefers – Ätiologie, differentialdiagnostische Aspekte und Therapieoptionen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Lars Anders - HNO-Klinik Bad Saarow, Bad Saarow, Germany
  • Lars Hecht - Institut für Pathologie, HELIOS-Klinikum Bad Saarow, Bad Saarow
  • Sebastian Weikert - HNO-Klinik, HELIOS-Klinikum Bad Saarow, Bad Saarow
  • Thomas Schrom - HNO-Klinik, HELIOS-Klinikum Bad Saarow, Bad Saarow

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod461

DOI: 10.3205/09hnod461, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4614

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Anders et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Osteonekrosen – vornehmlich des Unterkiefers – sind eine gefürchtete Komplikation der strahlentherapeutischen Behandlung von Kopf-Hals-Malignomen. Durch konsequente prophylaktische Maßnahmen vor Beginn der Strahlentherapie und intensitätsmodulierte Bestrahlungsverfahren wird dieses Krankheitsbild zunehmend seltener. Seit einigen Jahren häufen sich Berichte über eine neue Form der Kieferosteonekrose, die durch die intravenöse Gabe von Bisphosphonaten hervorgerufen wird. Wir möchten über unsere Erfahrungen in der Diagnostik und Behandlung derartiger Osteonekrosen berichten.

Material und Methode: Im Jahr 2008 haben wir 9 Patienten mit einer Osteonekrose des Kiefers behandelt, davon 4 Fälle mit einer postradiogenen und 5 Fälle mit einer bisphosphonatinduzierten Osteonekrose. Bei allen Patienten wurde eine Dekortikation des Knochens mit anschließender plastischer Deckung vorgenommen. Zusätzlich erfolgte eine systemische Antibiotikatherapie.

Ergebnisse: Die Rate eines langfristigen klinischen Erfolges nach Dekortikation und plastischer Deckung lag bei beiden Entitäten bei 20%.

Schlussfolgerung: Aufgrund der schlechten postoperativen Resultate kommt der primären Prävention der Malignom-assoziierten Osteonekrosen des Kiefers eine besondere Bedeutung zu. Die manifeste (infizierte) Osteonekrose zeigt sich vielfach therapieresistent; effiziente Therapiestrategien fehlen.