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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Vergleichende Untersuchungen der LOXL4-Expression in Oropharynx- und in Mammakarzinomen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jan B. Weise - Klinik für HNO, Kopf u. Halschirurgie der CAU zu Kiel, Kiel
  • Wibke Fischer - Klinik für HNO, Kopf u. Halschirurgie der CAU zu Kiel, Kiel
  • Ivo Diercks - Klinik für HNO, Kopf u. Halschirurgie der CAU zu Kiel, Kiel
  • Tibor Görögh - Klinik für HNO, Kopf u. Halschirurgie der CAU zu Kiel, Kiel

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod455

DOI: 10.3205/09hnod455, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4552

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Weise et al.
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Gliederung

Text

Eigene vorangehende Untersuchungen zu LOXL4, dem jüngsten Mitglied der Lysyl-Oxidasenfamilie, zeigten in Karzinomen des Kopf-Hals-Bereiches eine Hochregulation und Überexpression auf mRNA- und Proteinebene. Auch in Tumoren anderer Lokalisation wird eine Dysregulation der LOXL4-Expressionen vermutet.

Serienschnitte von 138 Oropharynxkarzinomen und 36 Mammakarzinomen wurden mit anti-LOXL4-Antikörper (polyklonal, „in-house“) und biotin-gekoppeltem Antikörper mit H&E gefärbt. Als Positivkontrolle dienten UTSCC19A-, UMSCC4A-, und HeLa-Tumorzelllinien; zur Negativkontrolle wurden 10 Proben aus gesunder Mundschleimhaut analysiert. Abhängigkeiten der Expressionsstärken zu klinischen und histopathologischen Parametern wurden statistisch untersucht.

In Oropharynxkarzinomen war die LOXL4-Expression in 93,5% der Tumorproben positiv, mit gewichtetem Score von 0 (negativ; 9/138), 1 bis 3 positiv (1: 37/138; 2: 47/138; 3: 45/138). In Mammakarzinomen fand sich in 80,6% der Proben eine positive Expression (0: 7/36; 1: 12/36; 2: 9/36; 3: 8/36). In der gesunden Mundschleimhaut zeigte sich keine Expression. Eine signifikante Korrelation der LOXL4-Expressionsstärke mit Alter, Geschlecht, TNM-Kategorie und Grading konnte weder für Oropharynxkarzinome noch für Mammakarzinome gesehen werden.

Eine starke LOXL4-Expression sowohl in Oropharynxkarzinomen und als auch in Mammakarzinomen könnte für eine ubiquitäre Rolle der LOXL4-Funktion in der Karzinogenese sprechen. Die immunhistochemische Routinebestimmung von LOXL4 als Tumorantigen kann aufgrund der hochfrequenten Expression für die histopathologische Diagnostik von Malignomen von Nutzen sein. Größere Fallzahlen und die Entwicklung eines monoklonalen anti-LOXL4-Antikörpers müssen diese Ergebnisse weiter validieren.