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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Die strahleninduzierte Migration von Plattenepithelkarzinomen ist EGF-Rezeptor abhängig

Meeting Abstract

  • corresponding author Anja Pickhard - Klinikum rechts der Isar, HNO-Klinik, TU München, München
  • Johanna Margraf - Klinikum rechts der Isar, HNO-Klinik, TU München, München
  • Miriam Katharina Steuer-Vogt - Klinikum rechts der Isar, HNO-Klinik, TU München, München
  • Rudolf Reiter - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Universitätsklinik Ulm, Sektion Phonia, Ulm, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod441

DOI: 10.3205/09hnod441, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4413

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Pickhard et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Plattenepithelkarzinome des Kopf-Hals-Bereichs sind die sechst häufigsten Tumore weltweit. Neben der operativen Therapie ist die Strahlentherapie ein etabliertes Behandlungskonzept. Aus diesem Grund bestrahlten wir Plattenepithelkarzinomzellen und bestimmten anschließend ihr Migrations- und Proliferationsverhalten.

Methoden: Das Migrationsverhalten von drei HNO-Plattenepithelkarzinom-Zelllinien (BHY, CAL-27, HN) wurde anhand eines akuten Wundheilungsversuchs gemessen und die Proliferation im kolorimetrischen MTT-Test bestimmt. Nach Bestrahlung der Zellen mit 2, 5 und 8 Gy wurden sie zusätzlich mit EGF stimuliert oder mit dem spezifischen EGFR Inhibitor AG1478 behandelt. Proteinanalysen wurden mittels Western Blots durchgeführt.

Ergebnisse: Die Bestrahlung bewirkt eine Dosis abhängige Zunahme migrierender Zellen (p < 0,05), während die Proliferation abnimmt. Die Stimulation der bestrahlten Zellen mit EGF führt zu einer signifikanten Zunahme der Migration (p < 0,04), die durch den EGF Rezeptor Inhibitor AG1478 geblockt werden kann (p < 0,006). Auf Proteinebene kann eine Aktivierung des EGF Rezeptors nach Bestrahlung gezeigt werden.

Zusammenfassung: Die Ergebnisse implizieren, dass der EGFR in die Vermittlung der strahleninduzierte Tumorzellmigration involviert ist.