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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Rolle der adjuvanten Chemotherapie bei Kopf und Halstumoren

Meeting Abstract

  • corresponding author Angelina Mumme - HNO – Uniklinik Frankfurt/Main, Frankfurt
  • Susan Chatzianastasiou - Uniklinik Frankfurt/Main, Frankfurt/Main
  • Markus Hambek - Uniklinik Frankfurt/Main, Frankfurt/Main
  • Mehran Baghi - Uniklinik Frankfurt/Main, Frankfurt/Main

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod438

DOI: 10.3205/09hnod438, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4383

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Mumme et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Chemotherapie spielt heutzutage eine zentrale Rolle in der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinomen im Kopf- und Halsbereich. Standardisiert wird die Chemotherapie bei kurativen Therapieansätzen in Kombination mit einer Radiotherapie angewendet. In dieser retrospektiven Studie wurde die alleinige adjuvante Chemotherapie nach operativer Sanierung in Hinsicht auf Gesamtüberlebensrate, tumorfreiem Überleben und Toxizität untersucht.

Methoden: Die Daten von 96 Patienten mit histologisch gesicherten Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich wurden retrospektiv untersucht. Alle Patienten wurden postoperativ mit einer adjuvanten Chemotherapie behandelt. Zur Ermittlung der Befunde wurden die stationäre und ambulante Krankenakte des Patienten sowie das klinisch-wissenschaftliche Datenbanksystem „AdOnco“ unserer Klinik verwendet.

Ergebnisse: Es zeigte sich ein signifikanter Unterschied der rezidivfreien Zeit zwischen den verschiedenen Zytostatikagruppen (Cisplatingruppe, Carboplatingruppe und Docetaxelgruppe). Das Gesamtüberleben in Abhängigkeit zur R-Klassifikation und dem Stadium der Remission erwies sich als hochsignifikant (p < 0.01).

Schlussfolgerungen: Die rezidivfreie Zeit scheint zwischen den einzelnen adjuvanten Zytostatikagruppen zu variieren, was jedoch keinen Unterschied in dem Gesamtüberleben nach sich zieht.