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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Eine Analyse epigenetischer Veränderungen von Tumorsuppressorgenen bei Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jürgen Brieger - HNO-Universitätsklinik, Mainz, Mainz
  • Sylvia Mann - HNO-Universitätsklinik, Mainz, Mainz
  • Warut Pongsapich - HNO-Universitätsklinik, Mainz, Mainz
  • Wolf Mann - HNO-Universitätsklinik, Mainz, Mainz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod408

DOI: 10.3205/09hnod408, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4089

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Brieger et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In der vorliegenden Studie untersuchten wir die mögliche Beteiligung hypermethylierter und damit potentiell inaktivierter Tumorsuppressorgene (TSG) an der Genese von Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen.

Methoden: Hierzu untersuchten wir die Promotoren der TSG MGMT, MLH1, RASSF1 und HIC1 in 23 oropharyngealen Tumoren mittels methylierungsspezifischer PCR.

Ergebnisse: Der Promotor von HIC1 lag in 100% der Proben hypermethyliert vor, während die anderen TSG weniger häufig betroffen waren. Die Behandlung von drei als Modell dienenden Zelllinien mit dem demethylierenden Agens 5-azacytidin führte zur Normalisierung des Methylierungsstatus von HIC1 und zur Reexpression des Genes. Damit verbunden war eine reduzierte metabolische Aktivität und Koloniebildungsfähigkeit der Zellen.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse unterstreichen die wichtige Rolle epigenetischer Veränderungen beim Plattenepithelkarzinom und zeigen, dass mittels demethylierender Substanzen Tumorsuppressorgene reexprimiert und damit verbunden der zelluläre Stoffwechsel von Kopf-Hals-Tumoren normalisiert werden kann.