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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Veränderungen der Schmeckfunktion bei beidseitiger Verlegung der Riechspalte

Meeting Abstract

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  • corresponding author Mandy Scheibe - Univ. HNO-Klinik, Dresden
  • Robert Berger - Univ. HNO-Klinik, Dresden
  • Thomas Hummel - Univ. HNO-Klinik, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod395

DOI: 10.3205/09hnod395, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3950

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Scheibe et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei anosmischen Patienten ist neben der Beeiträchtigung des Feingeschmacks auch häufig das Schmecken der Grundqualitäten süß, sauer, bitter und salzig vermindert. In der vorliegenden Studie sollte untersucht werden, ob die Schmeckfunktion bei gesunden Probanden durch eine plötzlich auftretende An- bzw. Hyposmie beeinträchtigt wird.

Material und Methoden: An der Untersuchung beteiligten sich 45 normosmische Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren (25 Frauen, 20 Männer). Nach einer initialen Nasenendoskopie erfolgte die Untersuchung der Riech- und Schmeckfunktion mithilfe der "Sniffin´Sticks" und den sog. "Schmeckstreifen". Anschließen wurde für den Probanden und den Untersucher der Riech- und Schmeckfunktion verblindet die Einlage von "Gelita"-Schwämmchen in die Regio olfactoria bzw. auf die Regio respiratoria an zwei unterschiedlichen Untersuchungstagen durchgeführt. Danach erfolgte jeweils ein erneuter Riech- und Schmecktest.

Ergebnisse: Die Einlage der Gelitaschwämmchen in die Regio olfactoria führte zu einer signifikanten Abnahme der Riechschwelle. Eine Veränderung im Schmeckvermögen konnte hingegen nicht gefunden werden.

Schlussfolgerung: Die Beeinträchtigung des Schmeckvermögens bei Anosmikern scheint kein akuter Effekt zu sein. Es ist eher von einer sich über einen längeren Zeitraum der Ansomie entwickelnden Änderung der Schmecksensitivität auszugehen.