gms | German Medical Science

80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Multiple Sklerose und Riechvermögen

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Franca Fleiner - Charité Berlin, HNO, Berlin
  • Lutz Harms - Neurologie Charité Campus Mitte, Berlin
  • Önder Göktas - Charité Berlin, HNO, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod383

DOI: 10.3205/09hnod383, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3838

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Fleiner et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Entmarkungserkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Riechstörungen treten bei 10–45% der MS-Patienten auf und korrelieren streng mit der Anzahl der Plaques im inferioren Frontal- und Temporallappenbereich. Die standardisierte Ermittlung des ortho- und retronasalen Riechvermögens ist kaum beschrieben.

Methoden: Wir untersuchten das Riechvermögen von 15 MS-Patienten orthonasal mittels standardisiertem SDI-Score (Schwelle-Diskrimination-Identifikation), retronasal mittels Schmeckpulver und subjektiv mittels visueller Analogskala. Zeitgleich wurde eine cMRT durchgeführt und die Patienten neurologisch evaluiert (MMSE, EDSS).

Ergebnisse: Es gab eine signifikant-inverse Korrelation zwischen dem SDI-Wert und der Plaqueanzahl im Riechhirn. Das retronasale Riechen scheint nicht eingeschränkt zu sein.

Schlussfolgerung: Die Aktivität der MS und somit die Entmarkungsherde im Riechhirn beeinflussen die Chemosensorik des Riechens.