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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Kopplung von Neuromonitor und Fräse und Test am Nervenphantom

Meeting Abstract

  • corresponding author Mario Strauß - TU München, MiMed, Garching bei München
  • Jochen Walser - TU München, München
  • Jiaxi Shi - TU München, München
  • Gero Strauß - Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig
  • Andreas Dietz - Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig
  • Tim C. Lüth - TU München, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod375

DOI: 10.3205/09hnod375, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3759

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Strauß et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die passive Assistenz eines Neuromonitors, welcher die Stimulation eines Nervens akustisch anzeigen kann, dient dem Schutz des überwachten Nervens. Dazu muss der Chirurg das akustische Signal interpretieren und entsprechende Maßnahmen treffen. Als Hilfsmittel für die Lokalisation des Nervs steht ihm die Stimulationsprobe des Neuromonitors zur Verfügung.

Methode: Der vorgestellte Ansatz sieht die funktionelle Kopplung von Neuromonitor und Fräse vor. Dazu wird die Fräse mit dem Stimulationsausgang des Neuromonitors verbunden. Das EMG-Signal des Neuromonitors wird an eine Prozesseinheit und Navigationssystem gesendet, welche die Signale des Neuromonitors klassifiziert. Wird ein Signal als schädlich klassifiziert, so wird die Fräse durch das Assistenzsystem abgeschaltet.

Für die Verifikation wurde ein Nervenphantom realisiert. Mit diesem kann die berührungslose Stimulation (in situ elektrisch und thermisch) simuliert werden. An dieses Phantom werden die Patienten-Elektroden des Neuromonitors angeschlossen. Wird das Phantom stimuliert, wird ein elektrisches Signal generiert, welches der Neuromonitor detektieren kann.

Ergebnisse: Mit dem Versuchsaufbau konnte gezeigt werden, dass die Funktionalität eines Neuromonitors und einer Fräse gekoppelt werden können. Der Neuromonitor konnte die berührungslose Stimulation des Nervphantoms durch die Fräse detektieren. Dies entspricht der thermischen und elektrischen Stimulation am realen Nerven. Die Fräse konnte über die klassifizierten EMG-Daten des Neuromonitors in deren Leistung gesteuert werden.

Schlussfolgerungen: Mi der Verbindung von Neuromonitor und Fräse steht dem Chirurgen die kontinuierliche Überwachung des Nervens während des Fräsens zur Verfügung.