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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Medikamentöse versus chirurgische Therapie bei chronischer Rhinosinusitis ohne Polyposis nasi – vorläufige Ergebnisse

Meeting Abstract

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  • corresponding author Theodoros Skevas - Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg, Heidelberg
  • Peter K. Plinkert - Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg, Heidelberg
  • Ingo Baumann - Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg, Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod373

DOI: 10.3205/09hnod373, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3738

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Skevas et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Bisher ist nicht geklärt, inwieweit Patienten mit chronischer Rhinosinusitis ohne Polyposis nasi (CRSwoNP) von einer medikamentösen Therapie profitieren und inwieweit die endonasale Nasennebenhöhlenchirurgie (ESS) hierdurch vermieden werden kann.

Material und Methoden: Wir führten eine randomisierte, offene, monozentrische, prospektive Studie im Paralleldesign durch. Eingeschlossen wurden Erwachsene mit einer CRSwoNP ohne frühere ESS. Patienten sowohl des medikamentösen als auch des chirurgischen Behandlungsarmes erhielten eine Clindamycin für 10 Tage, ein systemisches Corticoid für 3 Wochen und ein topisches Corticoid für 12 Wochen. Im chirurgischen Behandlungsarm erfolgte die ESS vor der Medikamentengabe. Untersuchungen wurden präoperativ sowie 3 und 12 Monate nach Therapiebeginn durchgeführt. Zu allen drei Messzeitpunkten erfolgten neben der klinischen Untersuchung die Rhinomanometrie, der Saccharintest(SCT) und Lebensqualitätsmessungen mit dem SF-36 und dem SNOT-20 GAV.

Ergebnisse: Derzeit liegen Ergebnisse für 45 Patienten, davon 24 im chirurgischen und 21 im medikamentösen Arm, für einen dreimonatigen Nachbeobachtungszeitraum vor.

Die SCT veränderte sich in beiden Behandlungsarmen nicht, ebenso die Rhinomanometrie-Werte vor Abschwellung. Die Rhinomanometrie nach Abschwellung zeigte eine statistisch signifikante Verbesserung bei den operierten Patienten. Die Lebensqualitätsmessungen ergaben signifikante Verbesserungen, wobei das Ausmaß bei den chirurgisch behandelten Patienten deutlich größer war.

Zusammenfassung: Beide Modalitäten führten zu einer Verbesserung der Lebensqualität, wobei die chirurgisch behandelten Patienten nach 3 Monaten stärker profitierten. Langzeitergebnisse dieser Studie bleiben abzuwarten.