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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Einfluss des Rauchens auf das Ergebnis der FESS wegen CRS bei Jugendlichen

Meeting Abstract

  • corresponding author Vanessa Siedek - Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde LMU München, München
  • Klaus Stelter - Univ. HNO-Klinik, Großhadern, München
  • Christian S. Betz - Univ. HNO-Klinik, Großhadern, München
  • Alexander Berghaus - Univ. HNO-Klinik, Großhadern, München
  • Andreas Leunig - Univ. HNO-Klinik, Großhadern, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod372

DOI: 10.3205/09hnod372, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3727

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Siedek et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Der negative Einfluss von Tabakrauch bei Erwachsenen auf die CRS ist bekannt. Im Rahmen einer Nachuntersuchung nach FESS bei Kindern wurde der Frage nach dem Einfluß des postoperativen Rauchens auf das Langzeitergebnis nachgegangen.

Methoden: In einer retrospektiven Studie wurden von 115 Kindern, die sich im Zeitraum von 1994 bis 2004 wegen CRS einer FESS unterzogen, präoperative primäre nasale Symptome (PNS) mit spät-postoperativen verglichen. Das Langzeitergebnis wurde mittels Fragebogen (HNO-spezifischer HRQL) erhoben. Es wurde u.a. nach dem postoperativen Tabakkonsum gefragt. Die Auswertung erfolgte im Vergleich von vier Gruppen mit unterschiedlich nasalen Symptomen (PNS-Gruppen).

Ergebnisse: Das Alter der Kinder betrug 4 bis 16 Jahre (77 Knaben, 38 Mädchen). Die Rücklaufquote der Fragebögen betrug 64% (73 von 115), die mittlere Beobachtungszeit 5,4 (+/- 1,7) Jahre. Hauptsymptome waren in 76%, die allgemeine Lebensqualität in 71% gebessert. 48% der inzwischen Jugendlichen hatten postoperativ begonnen zu rauchen. Der Konsum von mehr als einer halben Packung Zigaretten pro Tag zeigte ein signifikant schlechteres Ergebnis. In 37,1% der Raucher wurden primär nasale Symptome der Gruppen III und IV angegeben, während alle Nichtraucher den Gruppen I (73,8%) und II (21,0%) angehörten.

Schlussfolgerungen: In der vorliegenden Untersuchung zeigt sich ein schlechteres Ergebnis bei Jugendlichen, die nach FESS rauchten. Dies muss als negativer prognostischer Faktor für das Langzeitergebnis bewertet werden. Somit müssen bei Erhebung prä- und postoperativer SNOT Daten Rauchgewohnheiten berücksichtigt werden, wenn die Ergebnisse zur Beurteilung des operativen Managements dienen sollen.