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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Nachweis von Eosinophilem Major Basic Protein im Nasensekret bei Polyposis nasi

Meeting Abstract

  • corresponding author Christoph Schmid - HNO-Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Walter Habermann - HNO-Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Hannes Braun - HNO-Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Heinz Stammberger - HNO-Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Markus Gugatschka - HNO-Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod370

DOI: 10.3205/09hnod370, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3707

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Schmid et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Äthiologie und Pathogenese der chronischen Rhinosinusitis (CRS) ist trotz Ihrer Häufigkeit und den hohen resultierenden Kosten noch nicht gänzlich geklärt. Bei einem Großteil der Patienten, insbesondere bei Patienten mit Polypenbildung, findet man eine ausgeprägte Infiltration von Schleimhaut und Nasensekret mit eosinophilen Granulozyten. Im Nasensekret von CRS-Patienten kommt es zur Degranulation der eosinophilen Granulozyten. Eosinophiles Major Basic Protein (eMBP), ein hochtoxisches Granulationsprodukt, könnte durch seine epithelschädigende Wirkung ein entscheidender Faktor in der Pathogenese der CRS sein.

Ziel der Studie war es, die Rolle von eMBP an der Entstehung der chronischen Rhinosinusitis näher zu untersuchen.

Methoden: 43 Patienten, eingeteilt in 4 Gruppen, wurden in die Studie eingeschlossen (Gruppe 1: ausgeprägte CRS mit Polyposis nasi, Gruppe 2: leichtgradige CRS, Gruppe 3: diverse NNH-Erkrankungen ohne Hinweis auf CRS, Gruppe 4: NNH-gesunde Kontrollgruppe). Bei allen Patienten wurde präoperativ Nasensekret abgesaugt und mittles Sandwich-ELISA auf eMBP untersucht.

Ergebnisse: Während in der 1. Gruppe 20 von 23 Patienten (87%) eMBP positiv waren, konnte in den übrigen Gruppen (Gruppe 2: 0 von 6 Patienten positiv, 0%; Gruppe 3: 1 von 8 Patienten positiv, 12,5%; Gruppe 4: 0 von 8 Patienten positiv, 0%) fast durchwegs kein eMBP im Nasensekret nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung: Aufgrund der statisch hoch-signifikanten Erhöhung (p < 0,001) im Nasensekret von Patienten mit Polyposis nasi, scheint eMBP nicht nur wesentlich an der Pathogenese der polypösen CRS beteiligt zu sein, sondern ist darüber hinaus auch ein hochspezifischer und sensitiver Laborparameter für die Diagnostik dieser Erkrankung.