gms | German Medical Science

80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Osteome der Nasennebenhöhlen

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Georg Ledderose - HNO-Klinik der LMU München, München
  • Andreas Leunig - HNO-Klinik der LMU München, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod354

DOI: 10.3205/09hnod354, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3546

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Ledderose et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Aufgrund weiterentwickelter und verbesserter Endoskope sowie Instrumente bietet sich zunehmend der endonasale Zugang zur Entfernung symptomatischer Osteome der Nasennebenhöhlen an. Der extranasale Zugang bleibt jedoch Bestandteil im Behandlungskonzept.

Methode: Retrospektive Auswertung der Fälle von Patienten, die zwischen 1996 und 2008 in der Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München operiert wurden.

Ergebnisse: 23 Patienten wurden operiert. 52% der Osteome fanden sich in der Stirnhöhle, 20% im Recessus frontalis, 24% im Siebbeinzellsystem und 4% in der Kieferhöhle. Die häufigsten Symptome, die zur Operationsindikation führten, waren Kopfschmerzen oder Druckgefühl im Bereich der Nasennebenhöhlen, sekundäre Sinusitis oder eine kosmetische Beeinträchtigung. In 20% zeigte sich eine sekundäre Mukozelenausbildung. In acht Fällen konnte das Osteom Endoskop-kontrolliert endonasal entfernt werden, in fünf Fällen wurde ein externer Zugang gewählt. Bei zehn Patienten erfolgte ein kombinierter endo- und extranasaler Zugang. Die postoperative Befragung zeigte eine hohe Zufriedenheit der Patienten mit dem Operationserfolg und einen bedeutenden Rückgang der Beschwerden.

Schlussfolgerung: Die Indikation zur operativen Entfernung eines Osteoms der Nasennebenhöhlen muss sorgfältig gestellt werden. Die endoskopische Resektion ist oftmals möglich, wird jedoch limitiert durch die jeweiligen individuellen anatomischen Voraussetzungen, die Lokalisation und Größe des Osteoms. Eine Kombination aus endo- und extranasalem Operationszugang kann insbesondere bei Osteomen der Stirnhöhle helfen, die natürlichen Drainagewege zu erhalten. Die Entfernung eines symptomatischen Osteoms führt in einem hohen Prozentsatz zum Rückgang der Beschwerden.