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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Erweiterung der validierten deutschsprachigen Version des „Dizziness Handicap Inventory“ (DHI)

Meeting Abstract

  • corresponding author Julia Ai Takahama - Klinik für HNO-Heilk. u. Plast. Kopf- u. Hals-Chirurgie, Aachen
  • Eftychia Volz-Sidiropoulou - Medizinische Psychologie, Aachen
  • Martin Westhofen - Klinik für HNO-Heilk. u. Plast. Kopf- u. Hals-Chirurgie, Aachen
  • Siegfried Gauggel - Medizinische Psychologie, Aachen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod318

DOI: 10.3205/09hnod318, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3189

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Takahama et al.
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Gliederung

Text

Einführung: Die validierte deutschsprachige Version des „Dizziness Handicap Inventory“ (DHI) zur Erfassung der Einschränkung des Alltagslebens durch Schwindelbeschwerden basierend auf der englischen Version von Jacobson und Newman wurde um Fragen, welche eine phobische Komponente der Schwindelbeschwerden erfassen, erweitert. Das Ziel dieser Erweiterung war, die Möglichkeit einer Differenzierung zwischen der Einschränkung durch den Schwindel und der Einschränkung durch die Angst vor einer erneuten Schwindelattacke zu schaffen.

Patienten und Methoden: 50 Patienten mit einem gemischten Spektrum vestibulärer Erkrankungen (u.a. Neuropathia vestibularis, benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, M. Menière) wurden in die Studie eingeschlossen und mittels des um einen Depressivitätsscore erweiterten DHI untersucht. Das DHI, welches in der Originalversion 25 Fragen umfasst, wurde hierzu um 32 Fragen erweitert. Der Gesamtscore liegt zwischen 0 und 114.

Ergebnisse: Einen höheren Gesamtscore (>60) erreichten Patienten mit rezidivierenden Schwindelbeschwerden und solche, die aus Angst vor einer weiteren Schwindelattacke die Tendenz zu einem Vermeidungsverhalten entwickelten, während eine phobische Komponente im DHI üblicherweise unterschätzt wird.

Schlussfolgerung: Der Einsatz der erweiterten Version des DHI erlaubt eine Differenzierung zwischen der Einschränkung durch den Schwindel und der Einschränkung durch die Angst vor einer erneuten Schwindelattacke. Entsprechend kann die Therapie noch besser auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.