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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Über die Entdeckung der solaren Schwerelosigkeit des Menschen

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod315

DOI: 10.3205/09hnod315, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3158

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Pichler.
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Gliederung

Text

Innerhalb des Sonnensystems führt jeder Planet eine doppelte Bewegung aus:

  • seine Eigenrotation – seine Rotation um sich selbst und
  • seine Eigenrevolution - seinen Umlauf um die Sonne.

Für die Erde gilt als Dauer der Eigenrotation 1 Tag, für den Umlauf um die Sonne 1 Jahr.

Wichtiges über die Schwerelosigkeit haben Konstantin Ziolkowski und der österreichische Hauptmann Hermann Potočnik-Noordung publiziert. Der Vorschlag des letzteren einer bemannten Warte in 36.000 Kilometer Höhe, war ein Geniestreich. Ich habe als Gymnasiast von diesem Vorschlag in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erstmals gehört. Als späterer Raumfahrtmediziner fürchtete ich eine zu hohe Strahlenbelastung der Besatzung außerhalb des Erdmagnetfeldes. Satelliten hielt ich für brauchbarer: Es war die Geburtsstunde der geostationären Satelliten.

Bei der Schwerelosigkeit war bei beiden Autoren nur von einer irdischen Schwerkraft die Rede, d.h. von der Schwerkraft der Erde. In den Jahren 1955–62, machten wir unsere ersten Versuche an der Klinik, die solare Schwerkraft auf der Erdoberfläche nachzuweisen, was jedoch scheiterte. Der Grund: Da sich der Planet Erde in einer Distanz von 149,6 Millionen Kilometer, in einer freien Umlaufbahn um die Sonne bewegt, ist die Erde gegenüber der Sonne schwerelos.

Vor einigen Jahren ist es uns in Wien gelungen, die an sich unsichtbaren Schwerefelder der Planeten in Größe und Ausdehnung mit einer eigenen Methode darzustellen.

Es zeigte sich, jede irdische Schwerelosigkeit gegenüber dem Gravitationszentrum der Erde, ist gleichzeitig eine doppelte Schwerelosigkeit auch gegenüber dem Gravitationszentrum der Sonne, weil für den Menschen auf der Erdoberfläche eine dauernde solare Schwerelosigkeit besteht.