gms | German Medical Science

80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Messung der visuell ausgelösten Pendelkörperfolge mit Swaystar®

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Sabrina Dütsch - HNO-Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar, München
  • Karl-Friedrich Hamann - HNO-Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod308

DOI: 10.3205/09hnod308, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3085

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Dütsch et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Analog zur visuell ausgelösten Blickfolge wurde in älteren Arbeiten die visuell ausgelöste und posturographisch dokumentierte Pendelkörperfolge zur Beurteilung von Schwindelerkrankungen herangezogen. Mit Swaystar®, einem portablen System zur direkten Messung von Körperschwankungen, steht nun eine andere Methode zur Verfügung, um die Pendelkörperfolge bei verschiedenen Patientengruppen zu analysieren.

Methoden: Es wurden 116 Personen in die Studie eingeschlossen. Darunter waren 72 Patienten mit peripher-vestibulären Störungen und 44 vestibulär gesunde Kontrollpersonen. Sie wurden aufgefordet, Pendelbewegungen in anterior-posteriorer Richtung mit einer Amplitude von 30 Winkelgrad und einer Frequenz von 0,22 Hz mit dem gesamten Körper auszuführen, die von einem Leuchtpunkt (LED) vorgegeben wurden. Mittels Swaystar® wurden die Körperschwankungen registriert und anschließend ausgewertet.

Ergebnisse: Insgesamt 63 von 72 (87,5%) Personen mit peripher-vestibulären Störungen zeigten eine glatte Pendelkörperfolge, während dies bei 41 von 44 (93,2%) der vestibulär Gesunden der Fall war. Der Unterschied war statistisch nicht signifikant. Bei den übrigen Testpersonen lag eine sakkadierte Pendelkörperfolge vor. Es bestand keine Alterskorrelation.

Schlussfolgerungen: Mittels Swaystar ist eine Registrierung der Pendelkörperfolge möglich. Der Anteil an Personen mit sakkadierter Blickfolge unterscheidet sich bei der gewählten Versuchsanordnung nicht signifikant zwischen Patientengruppe und Kontrollgruppe.