gms | German Medical Science

80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Postoperative Ergebnisse bei Stapesrevisionsoperationen

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Jan Peter Thomas - HNO-Universitätsklinik Bochum, St. Elisabeth-Hospital, Bochum
  • Amir Minovi - HNO-Universitätsklinik Bochum, St. Elisabeth-Hospital, Bochum
  • Henning Hildmann - HNO-Universitätsklinik Bochum, St. Elisabeth-Hospital, Bochum
  • Stefan Dazert - HNO-Universitätsklinik Bochum, St. Elisabeth-Hospital, Bochum

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod297

DOI: 10.3205/09hnod297, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod2970

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Thomas et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einigkeit besteht darin, dass die audiologischen Ergebnisse von Stapesrevisionen schlechter sind als primärer Stapesplastiken. Zudem wird das Risiko einer solchen Revisionsoperation als deutlich erhöht eingeschätzt.

Die retrospektive Studie umfasst 81 Patienten der hiesigen Klinik aus dem Zeitraum von 1993 bis 2007 mit vollständig dokumentierten Stapesrevisionen inklusive prä- und postoperativem Reintonaudiogramm. Die zur Operation führenden Indikationen, verwendeten Techniken, intraoperativen Befunde und die audiologischen Ergebnisse wurden zusammengestellt und ausgewertet.

Von den 81 Revisionsstapesplastiken erfolgten 74 aufgrund einer erneut aufgetretenen Schallleitungsschwerhörigkeit. Bei diesen Patienten konnte in über 90% eine Hörverbesserung der Schalleitungsschwerhörigkeit erzielt werden, davon wiesen postoperativ 31% eine Schallleitungsschwerhörigkeit von unter 10 dB, 71% eine Schalleitungsschwerhörigkeit von unter 20 dB auf. In 91% der Fälle wurde eine neue Prothese eingestellt, deren Ergebnisse werden mit denen der Patienten verglichen bei denen die vorhandene Prothese belassen und erneut fixiert wurde. Mit Ausnahme eines Patienten mit einer Verschlechterung des Innenohrhörvermögens um 10 dB trat keine postoperative Verschlechterung der Innenohrfunktion auf.

Die in unserer Klinik erzielten audiologischen Ergebnisse entsprechen den in der Literatur angegebenen Werte. Trotz der bekanntermaßen insgesamt schlechteren audiologischen Ergebnisse von Stapesrevisionen versus primären Stapesplastiken profitieren die meisten Patienten von diesem Eingriff. Bei Durchführung der Operation durch sehr erfahrene Operateure ist das Risiko einer solchen Operation nicht unbedingt höher als bei primären Eingriffen zu bewerten.