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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Ergebnisse nach Implantation des vollimplantierbaren Hörsystems Otologics Carina bei Patienten mit Atresia auris congenita

Meeting Abstract

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  • corresponding author Stefan Mattheis - Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, Recklinghausen
  • Ralf Siegert - Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, Recklinghausen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod269

DOI: 10.3205/09hnod269, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod2695

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Mattheis et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Atresia auris congenita ist gekennzeichnet durch eine Ohrmuscheldysplasie, eine Atresie des äußeren Gehörgangs und eine fehlgebildete Gehörknöchelchenkette mit einem resultierendem Schalleitungsblock. Bisherige Behandlungsoptionen sind die chirurgische Konstruktion des Gehörgangs und des Mittelohrs oder die Versorgung mit Knochenleitungshörgeräten.

Methoden: Ziel war die Verbesserung der audiologischen Resultate bei Patienten mit Schalleitungsschwerhörigkeiten aufgrund einer Atresia auris congenita durch Anwendung des voll implantierbaren Hörsystems Otologics Carina. Wir kombinierten das System mit einem speziellen Titan-PORP (Kurz) und koppelten das aktive Implantat direkt an den Stapes. Im Rahmen einer prospektiven klinischen Studie wurde das System bei 12 Patienten mit Atresia auris congenita (6 männlich, 6 weiblich) im Alter zwischen 13 und 40 Jahren, implantiert und aktiviert. Die Studie diente zur Überprüfung der Effektivität, Funktionalität und Sicherheit der Geräte sowie zur Erfassung der Patientenzufriedenheit.

Ergebnisse: Die durchschnittliche Verbesserung der Hörschwelle im Tonaudiogramm betrug 35 dB HL. Der durchschnittliche sprachaudiometrische Hörverlust für Zahlen konnte um 34 dB HL verringert werden. Die Diskriminationsrate für Einsilber im Freiburger Sprachtest stieg durchschnittlich um 72%. Die Auswertung des APHAB ergab eine Verbesserung des Richtungsgehörs, des Hören im Störgeräusch und der Kommunikationsfähigkeit. Anhand der Auswertung eines 36 Punkte umfassenden Fragebogens konnte eine hohe Patientenzufriedenheit nachgewiesen werden.

Schlussfolgerungen: Die Anwendung voll implantierbarer Hörsysteme ist eine neue, viel versprechende Therapieoption für Patienten mit Atresia auris congenita.

Unterstützt durch: Otologics LLC, Boulder, USA