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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Möglichkeiten zur Untersuchung der Auswirkung Femtosekundenlaser-gestützter Mikrostrukturierung von Titanoberflächen auf humane Ohrchondrocyten in der in vitro Zellkultur

Meeting Abstract

  • corresponding author Slavomir Biedron - Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen
  • Justus Ilgner - Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen
  • Ariane Oppelt - Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen
  • Elena Fadeeva - LZH Hannover, Hannover
  • Boris Chichkov - LZH Hannover, Hannover
  • Doris Klee - ITMC RWTH Aachen, Aachen
  • Martin Westhofen - Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod245

doi: 10.3205/09hnod245, urn:nbn:de:0183-09hnod2452

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Biedron et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Für die prothetische Versorgung der Ossikelkette des Mittelohrs weisen Titan und dessen Legierungen hervorragende Eigenschaften bezüglich Biokompatibilität und Schallübertragung auf. Dagegen sind diejenigen Faktoren, die die Langzeitstabilität durch Knorpelabbau oder Narbenbildung beeinflussen, weiterhin Gegenstand der Diskussion. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, wie die Auswirkung ausgewählter Mikrostrukturierungen von Titanoberflächen auf das Wachstumsverhalten humaner Ohrchondrozyten evaluiert werden kann.

Methode: Humane Ohrchondrozyten wurden isoliert und für bis zu 8 Passagen kultiviert. Mit Hilfe eines femtosekunden-gepulsten Ti:Saphir-Lasers mikrostrukturierte Titanscheiben von 5mm Durchmesser und 0,25mm Dicke wurden mit den Chondrozyten bis zum Erreichen der Konfluenz besiedelt. Der Zellphänotyp wurde mikroskopisch und mittels immunhistochemischer Verfahren protokolliert.

Ergebnis: Bei der Präparation des Ohrknorpels ist das Perichondrium sorgfältig zu entfernen, um eine Kontamination mit Fibroblasten zu verhindern. Werden die Zellen in einer Flächenkonzentration von 5 x 10E3 Zellen/cm2 ausgesät, konfluieren diese nach 5–7 Tagen. Obwohl die Entdifferenzierung der Knorpelzellen durch unterschiedliche Methoden zu verlangsamen ist, weisen passagierte Zellen eine zunehmend geringere Differenzierung auf, als Zellen aus der Primärkultur.

Schlussfolgerung: Isolierte humane Ohrchondrozyten, die ohne weitere Passagierung auf mikrostrukturierte Titanscheiben ausgesät und für 5–7 Tage kultiviert werden, sind für weitere Untersuchungen am Besten geeignet. Mittels licht- und elektronenmikroskopischer Analysen ist der Einfluss ausgewählter Mikrostrukturierungen auf Verteilung, Proliferation und Vitalität der Zellen zu erfassen.

Unterstützt durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Sonderforschungsbereich (SFB) 37, Teilprojekt B3