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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Die Myo-Krikothyreotomie (MCTT), eine Therapieoption bei therapierefraktärer Hyperfunktioneller Dysphonie (HDys)

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod231

DOI: 10.3205/09hnod231, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod2312

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Schedler et al.
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Gliederung

Text

Der Film zeigt den Fall und Verlauf eines Patienten mit über 18 Monaten therapierefaktärer HDys, die zur sozialen Deprivation einschließlich Verlust des Arbeitsplatzes führte. Durch Injektion von Lokalanaesthetika (Bupivacain) in den Musc. cricothyreoideus (MuscCT) konnte wiederholbar Beschwerdefreiheit und Normalisierung der Stimme erreicht werden. Die Kostenübernahme der daraufhin von uns vorgeschlagenen Therapieoption der Botoxinjektion wurde vom MDK trotz Vorstellung des Pat. vor und nach Ausschaltung des MuscCT (dann mit normaler Stimmfunktion!) mehrfach abgelehnt. Da der Pat. nicht in der Lage war die Medikationskosten zu tragen entschied er sich, nach eingehender Aufklärung über den experimentellen Charakter der Therapie, für die operative Durchtrennung des Muskels. Postop blieb die Stimme zunächst unverändert, nach 4 Stunden hatte sie sich normalisiert. Der Pat ist mittlerweile 6 Monate beschwerdefrei und wieder in Arbeit.

Nach unserer Ansicht kann die MCTT in ausgewählten Fällen therapierefraktärer HDys, besonders in Zeiten erheblichen Kostendrucks auf das Gesundheitssystem, als alternative Therapieoption in Frage kommen.