gms | German Medical Science

80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Einfluss der Verfeinerung der Bild gebenden Diagnostik auf die Rate okkulter Halslymphknotenmetastasen

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Frank Waldfahrer - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen, Deutschland
  • Claudia Scherl - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen, Deutschland
  • Heinrich Iro - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod142

DOI: 10.3205/09hnod142, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod1429

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Waldfahrer et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Fragestellung: Vor Etablierung der Sonographie bzw. Computertomographie wurde der prätherapeutische Halslymphknotenstatus nur per Palpation bestimmt, seit den 90er Jahren sind diese Bild gebenden Verfahren quasi als Standard anzusehen. Im Rahmen dieser retrospektiven Studie wurde die Frage untersucht, inwieweit die Rate okkulter Halslymphknotenmetastasen hierdurch eine Veränderung erfuhr.

Patienten und Methoden: Es wurden insgesamt 517 Patienten mit Mundhöhlen-, Oropharynx-, Hypopharynx- und Larynxkarzinomen (Erstdiagnose 1976 bis 2005), keine vorausgegangene Therapie) ausgewertet, bei denen sich beim klinischen Staging ein cN0-Status zeigte und die im Rahmen der Primärtherapie einer ein- oder beidseitigen Neck Dissection unterzogen wurden.

Ergebnisse: Im gesamten Zeitraum wiesen 27,8% der Patienten okkulte Halslymphknotenmetastasen auf. Während die Rate im Zeitraum von 1976 bis 1985 (196 Patienten) 28,5% betrug, fand sich von 1986 bis 1995 (206 Patienten) in 27,2% und von 1996 bis 2005 (115 Patienten) in 29,6% ein pN+-Hals.

Schlussfolgerung: Es zeigte sich also, dass die Rate okkulter Halslymphknotenmetastasen bei den untersuchten Tumoren durch den präoperativen Einsatz von Bild gebender Diagnostik nicht positiv beeinflusst werden kann. Diese Daten unterstützen die Forderung nach einer eher großzügigen Indikationsstellung zur elektiven Neck Dissection.