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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Sepsis bei ausgeprägtem Erysipel mit tiefer entzündlicher Halsweichteilinfiltration

Meeting Abstract

  • corresponding author Cornelia Seidel - HNO-Klinik, Zeitz
  • Steffen Mehnert - HNO-Klinik, Zeitz
  • Jana Marschner - HNO-Klinik, Zeitz
  • Bekele A. Mekonnen - HNO-Klinik, Zeitz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod138

DOI: 10.3205/09hnod138, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod1389

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Seidel et al.
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Gliederung

Text

Wir berichten in dieser Kasuisitik über den fulminanten Krankheitsverlauf eines 38-jährigen Patienten, der sich wegen akuter Dysphagie ohne Dyspnoe und zunehmender, circumferenter Schwellung des Halses in unserer Klinik vorgestellt hatte. Es bestand zum einen eine akute Tonsillitis, zum anderen konnte ein ausgeprägtes Erysipel des Halses mit tiefem cervikalen Kratzartefakt als Ausgangspunkt, ausstrahlend bis in beide Schultern, verifiziert werden. Es entwickelte sich, unterstützt durch eine Alkoholkrankheit mit dadurch geschuldetem Immundefizit eine hochfieberhafte Sepsis mit katecholaminpflichtiger Kreislaufdysregulation. Im Blutbild zeigten sich sehr hohe Entzündungsparameter (Leukozytose, CRP, IL6).

In der durchgeführten kontrastmittelverstärkten CT der Halsweichteile konnte eine tiefe Abszedierung ausgeschlossen werden, es zeigte sich allerdings eine massive Auffiederung der Halsweichteile – analog zum klinischen Befund. Unter intensivmedizinischer Behandlung und hochdosierter i.v. – Antibiose mit Peniciilin G, kombiniert mit Ceftriaxon und Metronidazol, kam es zu einer langsamen Stabilisierung des Allgemeinzustandes. Der Patient konnte nach 21 Tagen stationärer Behandlung entlassen werden. Es erfolgte eine Fotodokumentation des gesamten Krankheitsverlaufs.