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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Synchrones papilläres Schilddrüsencarcinom in einer medianen Halszyste und im rechten Schilddrüsenlappen

Meeting Abstract

  • corresponding author Kathrin Pohlmann - HNO-Universitätsklinik Freiburg, Freiburg i. Br.
  • Roland Laszig - HNO Freiburg, Freiburg i. Br.
  • Gian Kayser - Pathologie Freiburg, Freiburg i. Br
  • Michael Kayser - HNO Freiburg, Freiburg i. Br.
  • Carsten C. Boedeker - HNO Freiburg, Freiburg i. Br.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod129

DOI: 10.3205/09hnod129, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod1291

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Pohlmann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Mediane Halszysten stellen die häufigste angeborene Anomalie des Halses dar. Das Auftreten von papillären Schilddrüsencarcinomen in einer medianen Halscyste kann nach Literaturangaben in etwa 1% der Fälle nachgewiesen werden.

Kasuistik: Eine 59-jährige Patientin stellte sich mit einer seit 2 Monaten bestehenden reizlosen Raumforderung submental in unserer Klinik vor. Sonographisch zeigte sich eine etwa 2 cm große, glattbegrenzte Raumforderung mit dorsaler Schallverstärkung. Ferner imponierten mehrere regionäre LK unter 1 cm sowie ein knotig vergrößerter rechter Schilddrüsenlappen. In der Schilddrüsenszintigraphie zeigten sich keine Auffälligkeiten. Wir führten eine Exstirpation der medianen Halszyste durch. Die histologische und immunhistochemische Aufarbeitung ergab die Diagnose eines papillären Schildrüsencarcinoms in einer medianen Halszyste. Das Staging erbrachte bei unauffälligem thorakalem Befund den Verdacht auf ein Nierenzellcarcinom links. Wir führten eine totale Thyreoidektomie mit neck dissection bds. durch. Histologisch fand sich im Bereich des rechten Schilddrüsenlappens ein weiteres papilläres Schilddrüsencarcinom. LK-Metastasen zeigten sich nicht. Es lag eine R0-Resektion beider Schilddrüsentumore vor. Die Patientin wurde anschließend radikal tumornephrektomiert, bevor eine Radiojodtherapie durchgeführt wurde.

Schlußfolgerung: In der Literatur wurden bislang 8 Fälle von Patienten mit einem papillärem Schilddrüsencarcinom in einer medianen Halszyste und synchronem Zweitcarcinom der Schilddrüse beschrieben. Bei Patienten mit papillärem Schilddrüsencarcinom empfehlen wir auch bei klinisch und szintigraphisch unauffälliger Schilddrüse eine totale Thyreoidektomie mit selektiver ND durchzuführen.