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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

OCT-kontrollierte Femtosekunden-Laserresektion in Risikobereichen – Vorstellung des Funktionsmusters

Meeting Abstract

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  • corresponding author Martin Leinung - Medizinische Hochschule Hannover, HNO-Klinik, Hannover
  • Michael Dämgen - Univ.-HNO-Klinik Hannover, Hannover
  • Thomas Lenarz - Univ.-HNO-Klinik Hannover, Hannover
  • Burkard Schwab - Univ.-HNO-Klinik Hannover, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod125

DOI: 10.3205/09hnod125, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod1252

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Leinung et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Der Femtosekundenlaser ist ein Schneid- und Abtragsinstrument mit hoher örtlicher Auflösung im Mikrometerbereich. Er ist damit prinzipiell für mikrochirurgische Maßnahmen in direkter Nähe zu Risikostrukturen geeignet. Problematisch ist die ungenügende visuelle wie händische Kontrolle des Abtragsprozesses. Es bietet sich an, die fs-Technologie mit einem vergleichbar skalierten bildgebenden Verfahren zu kombinieren.

Methoden: Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden porcine Gewebeproben (Mischgewebe) mithilfe eines Funktionsmusters eines teilautomatischen Lasertherapiesystems untersucht: Es wurde ein Optischer Kohärenztomograph (time-domain-OCT, laterale Auflösung ~10 µm, Fa. LightLab Imaging) zur Volumenbildgebung genutzt. Die Lageverfolgung physiologisch bewegter Halsweichteile erfolgte mittels Videoüberwachung (in x- und y-Richtung) sowie mithilfe eindimensionaler OCT-Abtastung in Richtung der Arbeitsachse von OCT und Laser.

Ergebnisse: Es konnten Gewebeproben dreidimensional mit einer gewebetypspezifischen Eindringtiefe von 0,5–3 mm abgebildet werden. Durch geeignete Bildbearbeitungsstrategien wurde dem Operateur eine interpretierte Aufsicht auf das Präparat im Sinne augmentierter Realität bereitgestellt. Nach manueller Planung eines Operationsschritts wurde dieser durch das fs-Lasersystem ausgeführt. Im Vortrag werden die wesentlichen Aspekte des dreijährigen BMBF-geförderten Projektes mit Schwerpunkt auf der Bildanalyse und der Fehlerbetrachtung erörtert.

Schlussfolgerungen: Wir konnten das Funktionsmuster eines Therapiesystems realisieren, das auf der Basis einer hochauflösenden dreidimensionalen Bildgebung die Planung und Durchführung von Resektionen im Submillimeterbereich ermöglicht.

Unterstützt durch: Wir danken für die Förderung durch das BMBF sowie die freundliche Leihstellung des OCT durch die Fa. Carl Zeiss.