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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Frühe in-vivo Erfahrungen zum Einsatz der Optischen Kohärenztomographie in der Tumorfrühdiagnostik im oberen Luft-Speiseweg

Meeting Abstract

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  • Veronika Volgger - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München
  • Herbert Stepp - Laser-Forschungslabor der LMU München, München
  • Andreas Leunig - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München
  • corresponding author Christian Betz - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod107

DOI: 10.3205/09hnod107, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod1074

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Volgger et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Eine zuverlässige Frühdiagnostik von dysplastischen oder frühinvasiven Schleimhautveränderungen könnte die Prognose von Karzinomen des oberen Luft-Speiseweges verbessern. Die Optische Kohärenztomographie (OCT) könnte hierfür geeignet sein.

Methoden: Im Rahmen einer fortlaufenden klinischen Studie wurden bisher 28 Patienten mit insgesamt 34 primären, flächigen, oralen Schleimhautläsionen (Leukoplakien / Erythroplakien) mittels eines in-vivo Time-Domain OCT (Niris, Imalux Corporation, USA; laterale Auflösung 25 µm / axiale Auflösung 15 µm) prospektiv untersucht und die Ergebnisse mit den histopathologischen Befunden von Gewebeproben aus denselben Arealen verglichen. Zudem erfolgte ein Screening der Mundhöhle bei bislang 52 gesunden Probanden.

Ergebnisse: Auf den OCT-Scans der Gewebeveränderungen konnten Strukturen wie die Keratinschicht, die Epithelschicht sowie der epidermal-dermale Übergang eindeutig identifiziert werden. Die Befunde zeigten eine gute Korrelation zu den histopathologischen Schnitten bis in eine Tiefe von ca. 1.5 mm. Bei den bisher untersuchten Fällen konnten 2 von 2 frühinvasive Veränderungen und 29 von 32 nicht-/prämaligne Veränderungen anhand des OCT-Befundes korrekt identifiziert werden. Die Screening-Untersuchungen erbrachten ein hohes Maß an Variabilität bezüglich der physiologischen Epithelschicht-Dicken (ø126 µm im Mundboden-Bereich bis ø487 µm am Zungenrücken).

Schlussfolgerungen: Nach unseren Ergebnissen stellt die OCT ein vielversprechendes Verfahren für den Einsatz in der Tumorfrühdiagnostik dar. Derzeitige Bemühungen liegen in der Erhöhung der Patientenzahlen durch Kooperation mit zwei weiteren Zentren sowie in einer Verbesserung von Bildqualität und Kontrast.

Unterstützt durch: Imalux Corporation